Zunehmender Stress bei jüngeren Geschäftsreisenden

19. September, 2016

Jüngere Geschäftsreisende stehen häufiger unter Stress – zu diesem Ergebnis kommt die Studie „Chefsache Business Travel 2016 des Deutschen ReiseVerbandes DRV. Mit 46 Prozent aller Befragten gaben nahezu die Hälfte aller Führungskräfte an, Reisen innerhalb der letzten zwölf Monate als stressig empfunden zu haben.


Fahrzeiten und Unterkünfte sind wichtige Kriterien

Die Studie von Travel Management Companies im Auftrag des Deutschen Reiseverbands DRV nimmt die Belastung von Dienstreisen genauer unter die Lupe. Vor allem Reisende, die fünfmal oder häufiger im Monat unterwegs sind, fühlen sich besonders angestrengt: 78 Prozent der Befragten gaben an, die Reisen als stressig zu empfingen. Insbesondere lange Fahrzeiten oder unangemessene Unterkünfte führen dabei zu Unzufriedenheit. Zudem spielen auch ungünstige Reiseverbindungen eine Rolle. Nach Angaben des DRV bemängeln unter-40-jährige fehlende Ruhezeiten, die sich negativ auf die Work-Life-Balance auswirken. Wer älter als 40 Jahre ist und viel unterwegs ist, empfindet diese Faktoren weniger negativ. Der DRV geht davon aus, dass jüngere Menschen höhere Ansprüche an ihre gesunde Lebenssituation stellen und daher unzufriedener sind. Sie sind nicht bereit, Stress und Hektik dauerhaft zu akzeptieren. Hier sieht der DRV die Arbeitgeber in der Pflicht, die Belastung für diese Mitarbeiter entsprechend zu reduzieren.


Richtige Vorbereitung vermeidet Stress

Wichtig ist vor allem, Stress zu vermeiden: So kommt der Vorbereitung einer Geschäftsreise eine wesentliche Rolle zu. Die Reiseverbindung mit Umsteigemöglichkeiten sollte so gewählt werden, dass der Geschäftsreisende ausreichend Zeit zum Umsteigen hat, sich aber auf der anderen Seite auch nicht zu lange am Umsteigepunkt aufhalten sollte. Bei der Auswahl des Hotels sollten die Ansprüche des Reisenden eine Rolle spielen.

Für die Studie wurden insgesamt 220 Geschäftsreisende aus Unternehmen mit mehr als 250 Mitarbeitern befragt.