Wenig Reisefreudigkeit bei deutschen Arbeitnehmern

04. April, 2016

Deutsche Arbeitnehmer zeigen im Gegensatz zu südeuropäischen Kollegen deutlich weniger Reisefreudigkeit für ihre Unternehmen. Dem Arbeitsbarometer des Zeitarbeitsunternehmens Randstad zufolge möchten nur 36 Prozent der Arbeitnehmer einen Job, für den sie Geschäftsreisen ins Ausland unternehmen müssen.


Deutliche Unterschiede im europaweiten Vergleich

Im europäischen Vergleich zeigen sich deutliche Unterschiede bei der Reisefreudigkeit. Von den deutschen Arbeitnehmern gaben 21 Prozent an, beruflich im Ausland unterwegs zu sein. Lediglich 36 Prozent aller Arbeitnehmer wünschen sich eine Position, die Reisetätigkeit ins Ausland mit sich bringt. Einzig junge Leute sind gern für ihren Job im Ausland unterwegs. In dieser Altersgruppe wünschten sich 53 Prozent der Befragten einen international aufgestellten Posten.


Griechenland als Spitzenreiter

Im Nachbarland Ungarn stellt sich die Situation anders dar: Hier sind nur neun Prozent aller Arbeitnehmer im Ausland unterwegs, 43 Prozent der Ungarn würden jedoch gern Geschäftsreisen unternehmen. Spanien und Italien sind mit 32 bzw. 35 Prozent bereits jetzt gut aufgestellt, wenn es um die Auslandsreisen von Mitarbeitern geht. An der Spitze der europäischen Länder liegt Griechenland mit 59 Prozent, eine Reisetätigkeit ins Ausland wünschen sich hier 66 Prozent aller Arbeitnehmer.

Auch wenn es europaweiten Vergleich deutliche Unterschiede gibt, sind sich die Arbeitnehmer in allen Staaten einig: Die Reisetätigkeit bringt eine Belastung fürs Privatleben mit sich und fordert Einschnitte bei der persönlichen Work-Life-Balance. Laut Randstad sind Flexibilität und Mobilität in Bewerbungsgesprächen inzwischen wesentliche Faktoren.

Für das Randstad-Arbeitsbarometer befragt das Unternehmen eignen Angaben zufolge vierteljährlich Arbeitnehmer in 33 Ländern. In Deutschland wurden in diesem Zusammenhang 400 Arbeitnehmer im Alter zwischen 18 und 65 Jahren aus verschiedenen Branchen befragt.