Vorsicht bei Souvenirs aus dem Reiseland

26. September, 2016

Wer eine längere Zeit im Ausland verbracht hat, bringt gern ein Erinnerungsstück mit nach Hause. In diesem Zusammenhang weist das Auswärtige Amt darauf hin, dass einige Souvenirs aus Artenschutzgründen nicht eingeführt werden dürfen. Vorsicht ist besonders bei Tier- oder Pflanzenarten geboten, denn hier gelten strenge Regelungen. Auch von gefälschten Markenprodukten in größerer Anzahl sollten Heimkehrer besser die Finger lassen.


Strenge Regelungen bei der Einfuhr von Tieren und Pflanzen

Das Auswärtige Amt rät, sich bereits vor Reiseantritt zu informieren, welche Erinnerungsstücke eingeführt werden dürfen. Sonst kann der Zoll bestimmte Gegenstände bei der Einreise beschlagnahmen, im schlimmsten Fall droht sogar eine Strafe. Nach Angaben des Zolls wird die Einfuhr von Tieren oder Pflanzen aus Drittstaaten streng überwacht. Bei einer Ein- oder Ausfuhr sind entsprechende Dokumente vorzulegen. Soll ein lebendes geschütztes Tier aus dem Ausland mitgebracht werden, muss der Zoll mindestens 18 Stunden vorher entsprechend informiert werden. Die Einfuhr darf nur über dafür befugte Zollstellen erfolgen. Das Washingtoner Artenschutzübereinkommen CITES über den Handel mit gefährdeten frei lebenden Tieren und Pflanzen regelt bereits seit 1973 den Tier- und Pflanzenschutz. Mehr als 85 Prozent aller Staaten haben die Vereinbarung unterzeichnet. Doch nicht nur lebende Tiere- und Pflanzen unterliegen den Einfuhrbestimmungen, auch Souvenirs, die daraus hergestellt wurden dürfen nur unter strengen Regeln eingeführt werden. Grundsätzlich sollten Expatriates, die ein Andenken von ihrem Auslandsaufenthalt mitbringen wollen, alle Mitbringsel meiden, deren Herkunft sie nicht nachvollziehen können.


Plagiate sind bis zu einer bestimmten Grenze erlaubt

Doch Ärger droht nicht nur bei Tieren oder Pflanzen sondern auch bei nachgemachten Markenartikeln. Der Zoll informiert über die Einfuhr nachgeahmter Artike. Demnach dürfen nachgeahmte Waren eingeführt werden, sofern die Waren im persönlichen Gepäck befördert werden und nicht zu geschäftlichen Zwecken genutzt werden. Überschreiten die Waren die Grenze für die Einfuhrabgabebefreiung, müssen Abgaben entrichtet werden. Die „Welt“ berichtet, der Handel mit Fälschungen sei zwar verboten, der Besitz jedoch nicht, sofern der Wert 430 Euro pro Person nicht übersteigt. Diese Grenze gilt bei Reisen außerhalb der EU. Dabei gilt der Wert des Plagiats und nicht der Preis für das Original. Große Mengen sollten aber besser nicht eingeführt werden, denn in diesen Fällen liegt der Verdacht nahe, dass damit Handel getrieben werden soll.