Umzug ins Ausland – Abmeldung des deutschen Wohnsitzes nicht vergessen!

22. August, 2016

Wer seinen Erstwohnsitz ins Ausland verlegt, muss sich bei der deutschen Meldebehörde abmelden. Die Abmeldebescheinigung ist zur Regelung von Passangelegenheiten im Ausland erforderlich, da die Auslandsvertretung nicht tätig werden kann, wenn der Auswanderer weiterhin einen Wohnsitz in Deutschland hat. Doch welche Folgen ergeben sich eigentlich aus der Abmeldung?


Passangelegenheiten am Auslandswohnort regeln

Eine Abmeldebescheinigung stellen die Kommunen nach Stellung eines entsprechenden Antrages aus. In vielen Fällen ist die Anforderung bequem online möglich. Botschaften und Konsulate im Ausland erläutern in verschiedenen Merkblättern das Melderecht und die Folgen des melderechtlichen Status: Nach einer Abmeldung in Deutschland ist es möglich, den ausländischen Wohnort im Reisepass eintragen zu lassen. Zudem ist die deutsche Auslandsvertretung am neuen Wohnort für Passangelegenheiten zuständig, das erleichtert die Abwicklung.Wer weiterhin bei einer deutschen Behörde gemeldet ist, kann seine Passangelegenheiten zwar auch am neuen Aufenthaltsort regeln, muss aber mit höheren Gebühren und einer längeren Bearbeitungsdauer rechnen. Ein Fahrzeug mit deutschem Kennzeichen darf nach der Abmeldung nicht mehr geführt werden. Auch eine Teilnahme an Wahlen ist nicht mehr möglich.


Sozialversicherungsansprüche ruhen während der Auslandszeit

Nicht nur melderechtlich hat die Abmeldung in Deutschland Folgen: Es besteht keine Sozialversicherungspflicht mehr, während der Auslandszeit ruhen die Ansprüche des Versicherten. Auch die Mitgliedschaft in einer gesetzlichen Kranken- und Pflegeversicherung ist nicht mehr erforderlich. Wichtig ist daher, sich für die Auslandszeit selbst um einen entsprechenden Krankenversicherungsschutz zu bemühen. Einen Verlust der deutschen Staatsangehörigkeit bedeutet die Abmeldung des deutschen Wohnsitzes nicht.