Polio-Auffrischimpfung für bestimmte Reiseländer empfohlen

29. August, 2016

Wer einen längeren Auslandsaufenthalt plant, sollte vor der Abreise seinen Impfschutz überprüfen. Während für in Deutschland lebende Erwachsene die Auffrischung der Polio-Schutzimpfung alle zehn Jahre routinemäßig nicht empfohlen wird, sollten Reisende in bestimmten Regionen für eine Auffrischimpfung sorgen.


Impfung bei Reisen in afrikanische und asiatische Regionen

Grundsätzlich gelten Erwachsene, die im Säuglings- oder Kleinkindalter eine Grundimmunisierung und als Jugendliche eine Auffrischimpfung erhalten haben, als vollständig immunisiert. Eine weitere regelmässige Impfung wird daher nicht empfohlen. In Europa ist der Wildpoliovirus Typ 2 nach Angaben des Robert-Koch-Instituts seit 1999 ausgerottet. Es gibt noch die Typen 1 und 3, die in Europa jedoch nicht vorkommen. Das Robert-Koch-Institut empfiehlt, bei Reisen nach Afghanistan, Pakistan, Laos, Myanmar und Indien sowie in bestimmte afrikanische Regionen einen ausreichenden Schutz gegen Kinderlähmung, der bei Aufenthalten in den betroffenen Ländern alle zehn Jahre erneuert werden sollte. Auch für die Ukraine rät der Gesundheitsdienst zu einer entsprechenden Neuimpfung.


Ausreichender Impfschutz für Expats

Bei Expats, die von ihrem Unternehmen ins Ausland entsandt werden, spielt die Gesundheitsprävention eine wichtige Rolle bei den Reisevorbereitungen. Neben einem Gesundheitscheck vor Antritt der Reise sollten unbedingt die Empfehlungen des Tropeninstituts und des Robert-Koch-Instituts berücksichtigt werden. Außerdem ist für einen umfassenden Krankenversicherungsschutz zu sorgen. In einigen Ländern werden zur Einreise zwingend bestimmte Impfungen benötigt. Auch hier sollten sich Firmen und Mitarbeiter rechtzeitig informieren.