Nordamerika: Schutz vor Stechmücken ratsam

18. Juli, 2016

In den USA und in Kanada breitet sich seit 1999 das West-Nil-Fieber aus. Das Auswärtige Amt weist in seinen medizinischen Hinweisen darauf hin, dass die Saison für die grippeähnliche Viruserkrankung bereits im Mai begonnen hat. Das Virus wird vorwiegend durch nachtaktive Stechmücken übertragen.


Schutz für immunschwache Menschen empfohlen

Ältere Menschen oder Menschen mit einer Immunschwäche sollten sich unbedingt entsprechend schützen. In schweren Fällen, bei denen Komplikationen auftreten, kann die Erkrankung zum Tode führen. Das West-Nil-Virus wurde einem Bericht der „Apotheken-Umschau“ zufolge bisher bei 43 verschiedenen Stechmückenarten nachgewiesen. In der Regel dienen infizierte Vögel als Wirte, die die Erreger auf die Stechmücken übertragen. Durch die Mücken verbreitet sich das Virus, mit dem Menschen oder Pferde infiziert werden können.

Doch nicht nur durch Mücken wird das West-Nil-Virus übertragen, eine Übertragung ist auch durch eine Bluttransfusion oder Organtransplantation möglich. Kein anderer Erreger ist so verbreitet wie das West-Nil-Virus, das auf allen fünf Kontinenten vorkommt. Oftmals bemerken Infizierte die Erkrankung nicht, da ähnliche Symptome wie bei einer Grippe auftreten. Seit das Virus im Jahr 1999 erstmals auf dem amerikanischen Kontinent entdeckt wurde, hat es sich schnell verbreitet. Allein im Jahr 2002 starben 263 Menschen den Folgen des Virus.


Infektion heilt in der Regel komplikationslos ab

Laut „Apotheken-Umschau“ kommt es bei einer Infektion zu eher unspezifischen Symptomen wie Fieber, Kopfschmerzen, Bindehautentzündung oder Erbrechen und Durchfall. Nach einiger Zeit kann nach Ende der Fieberschübe ein Hautausschlag auftreten. Kommt es nicht zu Komplikationen heilt die Infektion üblicherweise innerhalb von einer Woche ohne weitere Behandlung ab. Gefährlich wird es bei immunschwachen Patienten, bei denen das Virus sich im Gehirn und Nervensystem ausbreiten kann. Möglich ist auch ein Befall anderer Organe. Bei einem schweren Krankheitsverlauf ist ein Krankenhausaufenthalt zu empfehlen. Eine Impfung gegen das Virus gibt es derzeit nicht, wer sich in Kanada oder den USA in Regionen mit vielen Stechmücken aufhält, sollte sich auf jeden Fall entsprechend schützen.