Krisenvorsorgeliste – sinnvoll bei Auslandsaufenthalten

23. Januar, 2017

Wer als Expat einige Zeit im Ausland lebt, kann sich in der Krisenvorsorgeliste eintragen lassen. Auch bei einem kürzeren Auslandsaufenthalt ist die Aufnahme in die auch ELEFAND genannte Liste möglich. Nach Angaben des Auswärtigen Amts ist die Registrierung in der Deutschenliste bereits seit 2008 online im Internet möglich.

Unterstützung in Ausnahmesituationen

Das deutsche Konsulargesetz regelt in § 6, Abs. 3 die Möglichkeit, sich vorübergehend oder dauerhaft in die Deutschenliste eintragen zu lassen. Grundsätzlich ist die Maßnahme freiwillig, gerade für Reisende, die sich in Krisengebieten aufhalten, aber sehr zu empfehlen. Auch bei Naturkatastrophen ist die Registrierung sinnvoll, auf diese Weise kann die Evakuierung deutscher Staatsangehöriger in betroffenen Gebieten effektiv organisiert werden. Deutsche haben zudem Anspruch auf Unterstützung anderer EU-Konsulate, sofern es im Aufenthaltsland keine deutsche Vertretung gibt. Das Gesetz regelt die Verpflichtung deutscher Auslandsvertretungen, eine Liste mit im Amtsbezirk ansässigen Deutschen und deren Familienangehörigen zu führen. Kommt es im Gebiet zu Naturkatastrophen, kriegerischen oder revolutionären Verwicklungen oder anderen Ereignissen, ergreift das zuständige Konsulat entsprechende Maßnahmen zum Schutz.

Einmalige Registrierung erforderlich

Die Erfassung der Daten erfolgt auf der Seite https://elefand.diplo.de/elefandextern/home/login!form.action des Auswärtigen Amts. Expats oder Auslandsreisende haben nach ihrer Registrierung die Möglichkeit, ihre Daten einzugeben. Dazu zählen neben den begleitenden Personen auch Kontaktpersonen in Deutschland. Eine Änderung der Daten ist durch einen späteren Login jederzeit möglich. Nach Angaben der Behörde werden registrierte Nutzer in Anständen aufgefordert, die Daten auf Aktualität zu prüfen.