Kanada ändert Einreisebestimmungen

07. März, 2016

Ab dem 15. März 2016 ändert Kanada seine Einreisebestimmungen für deutsche Staatsangehörige. Spätestens ab diesem Termin müssen Deutsche, die auf dem Luftweg einreisen, eine elektronische Einreisegenehmigung einholen.


Schutz vor terroristischen Gefahren

Mit der „electronic travel authorization eTA“ will sich das Land vor Terroranschlägen schützen. Nach Angaben des Auswärtigen Amtes“ wurden die allgemeinen Schutzmaßnahmen verschärft, wer ins Land reist, oder auch innerhalb Kanadas fliegt, sollte mit zeitaufwändigeren Kontrollen rechnen. Die Einreisegenehmigung ähnelt dem ESTA-Antrag, der für die Einreise in die USA erforderlich ist.

Für einen Aufenthalt von bis zu sechs Monaten können Deutsche visumsfrei einreisen. Die Kanadier haben das eTA-Verfahren bereits zum 1. August des vergangenen Jahres eingeführt. Ab dem 15. März 2016 ist die elektronische Einreisegenehmigung nun Pflicht vor einer Reise auf den nordamerikanischen Kontinent. Die Beantragung ist nur online auf der Webseite der kanadischen Regierung möglich. Für die Beantragung benötigen Nutzer ihre Passdaten, zudem sind Angaben über den Grund der Reise erforderlich. Die Formulare gibt es in englischer und französischer Sprache, es existiert eine Hilfe in deutscher Sprache. Eine Antwort ob eine Genehmigung für die Reise erteil wird, erhalten Antragsteller in der Regel bereits nach wenigen Minuten.


Work Permit bei Praktikum- oder Au Pair-Aufenthalt

Die visumsfreie Einreise gilt allerdings nur, wenn keine Arbeitsaufnahme oder ein Studium geplant ist. Wer einen längeren Aufenthalt plant und in Kanada ein Praktikum oder eine Arbeit als Au Pair plant, der benötigt eine Arbeitserlaubnis, das „work permit“, das bei der kanadischen Botschaft in Wien beantragt werden muss.



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