Firmen setzen auf kurzfristige Entsendungen ins Ausland

14. März, 2016

Unternehmen entsenden ihre Mitarbeiter zunehmend ins Ausland, dabei werden die Einsätze kürzer aber vielfältiger. Aus einer Studie der Beratungsgesellschaft Mercer  geht hervor, dass rund die Hälfte aller Unternehmen in den letzten zwei Jahren vor allem auf kurzfristige Entsendungen setzte. Für einen längerfristigen Aufenthalt entschieden sich 43 Prozent der befragten Unternehmen.


Kurzfristige Entsendungen sichern Handlungsfähigkeit

Nach Ansicht des Beratungsunternehmens Mercer nutzen Firmen eine größere Vielfalt bei Entsendungen um so auf die veränderten Entwicklungen direkt im Unternehmen und auf dem globalen Arbeitsmarkt zu reagieren. Dabei entscheiden sich die Betriebe häufig auch für eine kurzfristige Entsendung, um flexibel und handlungsfähig zu bleiben. Die Studie ergab, dass sich im vergangenen Jahr 51 Prozent der Firmen für eine kurzfristige Entsendung entschieden haben, während 43 Prozent aller Unternehmen ihre Mitarbeiter für einen längeren Zeitraum ins Ausland schickten. Dabei greifen 85 Prozent der entsendenden Unternehmen auf interne Richtlinien zurück, die den Auslandsaufenthalt der Mitarbeiter regeln.


Know-how und Managementfähigkeiten sind gefragt

Laut Mercer werden Mitarbeiter vor allem entsandt, weil sie über technisches Know-how verfügen oder besondere Managementfähigkeiten mitbringen. Auch die Karriereplanung und die Führungskräfteentwicklung spielen bei den Auslandsaufenthalten eine Rolle. Die Experten von Mercer gehen davon aus, dass vor allem die Entsendungen in die USA, nach China, Großbritannien, Singapur und Brasilien zunehmen werden. Auf der anderen Seite wird auch Deutschland als Standort attraktiv und zahlreichen Unternehmen schicken ihre Mitarbeiter für eine Weile in die Bundesrepublik.


Familie bleibt bei kurzfristigen Entsendungen zu Hause

Bei kurzfristigen Entsendungen nehmen die betroffenen Mitarbeiter in der Regel ihre Familien nicht mit. Für das entsendende Unternehmen entstehen so keine weiteren Kosten. Mercer weist in diesem Zusammenhang darauf hin, dass Mitarbeiter bei kurzfristigen Entsendungen intensiver betreut werden müssten. Verstösse im Hinblick auf Steuer, Sozialversicherung und Immigration müssten vermieden werden, damit keine rechtlichen und finanziellen Konsequenzen drohten. Die meisten Mitarbeiter sind zwischen 35 und 55 Jahre alt. Bei den kurzfristigen Expatriates setzen die Unternehmen zunehmend auf jüngere Mitarbeiter unter 35 Jahre. Der Anteil der weiblichen Entsandten liegt laut Mercer weltweit bei 15 Prozent.



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