Expats beklagen mangelnde Unterstützung ihrer Unternehmen

11. April, 2016

Viele Expats fühlen sich bei ihrer Entsendung ins Ausland von ihrem Chef im Stich gelassen. Das ergab die Studie „Chefsache Business Travel 2016“ im Auftrag des Deutschen ReiseVerbands DRV. Vor allem fehlende Informationen vor Reiseantritt sorgen bei den Reisenden für Probleme.


Reisende bei Problemen auf sich allein gestellt

Kam es während der Anreise zu Problemen, so gaben 47 Prozent der Befragten an, auf sich allein gestellt gewesen zu sein. Mangelnde Informationen über die Situation und die Risiken im Zielland führten ebenfalls zu Schwierigkeiten. Bei 33 Prozent der Befragten sorgte ein gestohlener oder verlorener Pass für Probleme. Auch politische Unruhen oder Zollprobleme können das Leben der Expats erschweren. Der DRV geht davon aus, dass durch die Zusammenarbeit mit einem professionellen Geschäftsreisebüro die Situation deutlich verbessert werden könne.


Professionelles Risiokomanagement für Expats

Mehr als die Hälfte aller Unternehmen bieten ihren Mitarbeitern ein professionelles Risikomanagement. So gibt es der Studie zufolge Rückholpläne wenn Erkrankungen auftreten oder Maßnahmen bei verlorenen Papieren. Im Unternehmen oder im Reisebüro steht zudem ein Ansprechpartner für Notfälle zur Verfügung. Demnach können sich 82 Prozent der Expatriates auf eine sehr gute medizinische Versorgung verlassen, die europäischem Standard entspricht. Auch für den Rücktransport in die Heimat wird gesorgt.

Doch nicht bei allen Unternehmen gibt es ein Management, auf dass die Expats sich verlassen können. Laut Studie ist jeder Zweite bei Problemen noch immer auf sich allein gestellt. Die Autoren der Studie weisen darauf hin, dass Reisende besonders in Krisenländern keinesfalls allein gelassen werden sollten. Ein Notfallservice, der 24 Stunden am Tag zur Verfügung steht, ist in diesen Fällen empfehlenswert.