Etikette-Fehler wirken sich auf Geschäftsbeziehung aus

09. Mai, 2016

Beim Kontakt mit ausländischen Geschäftspartnern kann ein Benimmfehler oder Etikette-Fauxpas schnell das Aus für die weiteren Verhandlungen bedeuten. Das Portal Booking.com hat in einer Studie die Einhaltung der Business-Etikette auf Geschäftsreisen genauer unter die Lupe genommen.


Der erste Eindruck entscheidet

Der erste Eindruck entscheidet – ein Verhaltensfehler kann sich negativ auf den Erfolg des Unternehmens auswirken. Booking.com, das führende Buchungsportal für Geschäftsreisen, hat mehr als 4.500 Geschäftsreisende aus acht Ländern zum Thema befragt. Demnach gehen 62 Prozent der Befragten davon aus, dass ein Fauxpas weitreichende Folgen haben kann. In Deutschland gingen sogar 70 Prozent aller Umfrageteilnehmer von dieser Einschätzung aus.


Smartphone während des Meetings als No-Go

Das Portal listet die fünf gröbsten Schnitzer bei einem geschäftlichen Treffen auf. Mit einem Anteil von 46 Prozent liegt die Benutzung eines mobilen Gerätes während des Meetings an erster Steller. Auf dem zweiten Rang landete mit 43 Prozent die unangemessene Begrüßung, gefolgt von einer nicht akzeptablen Kleidung mit 36 Prozent. 32 Prozent halten lautes Sprechen für einen Fehler. 19 Prozent gaben an, die Nichtbeantwortung von Mails innerhalb von 24 Stunden sei ein Fauxpas.


Informationen über die kulturellen Gepflogenheiten des Reiselandes

Drei von vier Businessreisenden informieren sich der Studie zufolge im Voraus über die kulturellen Gepflogenheiten des Reiselandes. Sie wollen die Benimmregeln im Gastland besser verstehen, betonten aber gleichzeitig, dass das nicht immer vor Fehlern schützen könne. Mit 32 Prozent gaben rund ein Drittel der Befragten an, auf einer Businessreise schon einmal einen Fauxpas begangen zu haben. 45 Prozent der Teilnehmer bemerkten bei einem Kollegen oder Geschäftspartner ein unpassendes Verhalten. Gerade die Tischsitten in anderen Ländern spielen eine wesentliche Rolle. So fürchtet einer von drei Befragten, zu viel Alkohol angeboten zu bekommen. Ein ähnlicher wert ergab sich beim Small Talk mit dem Geschäftspartner. Hier fürchten sich 30 Prozent der Reisenden vor einer Unterhaltung mit einem Geschäftspartner, den sie kaum kennen.

Was tun, wenn ein Fehler begangen wurde? Die meisten der japanischen und deutschen Geschäftsreisenden raten, sich sofort zu entschuldigen. Bei den befragten Italienern gaben lediglich ein Drittel an, eine sofortige Entschuldigung sei notwendig. Hier setzen 26 Prozent der Befragten auf einen Scherz, um die Situation aufzulockern.