Australien verzichtet vorerst auf Backpacker-Steuer

23. Mai, 2016

Australien ist ein beliebtes Reiseland für einen Work & Travel– Aufenthalt. Zum 1. Juli 2016 wollte die Regierung daher eine Ferienjob-Steuer einführen und so an den Backpackern verdienen. Nachdem es heftige Proteste gab, soll die Einführung der Steuer nun um sechs Monate verschoben werden.


32,5 Cent Steuern für jeden verdienten Dollar

Das Nachrichtenmagazin „n-tv“ berichtet, die Regierung verzichte zunächst auf eine Einführung der Ferienjob-Steuer und wolle den Plan nochmals überdenken. Backpacker sollten ab dem genannten Termin für jeden Dollar, den sie während ihres Work & Travel-Aufenthalts verdienen 32,5 Cent Steuern zahlen. Üblicherweise müssen in Australien erst ab einem jährlichen Einkommen von 18.200 Australischen Dollar Steuern entrichtet werden.


Landwirtschaft und Tourismusbranche protestieren

Jährlich entscheiden sich mehr als eine halbe Million junge Leute als Backpacker durch den Kontinent zu reisen und die Reisekasse mit Gelegenheitsjobs zwischendurch aufzubessern. Insbesondere in der Landwirtschaft sind die Jobber gefragte Helfer. Doch nicht nur im Landwirtschaftssektor befürchtet man, die jungen Leute könnten aufgrund der geplanten Steuern ausbleiben. Auch die Tourismusbranche hatte Bedenken, dass die Reisenden sich aufgrund der Steuerpläne der australischen Regierung eher für ein anderes Reiseziel entscheiden könnten. Nachdem es deutliche Proteste gegeben hatte und bei einer Online-Petition mehr als 50.000 Unterschriften zusammenkamen, hat die Regierung ihre Pläne vorerst zurückgezogen.