Aufenthalt in Süd- und Mittelamerika – Zika-Virus gefährlich für Schwangere

29. Februar, 2016

Wer sich für einen Auslandsaufenthalt in Süd- und Mittlelamerika entscheidet, sollte sich im Vorfeld über das Zika-Virus informieren. Durch das von Mücken übertragene Virus kann es zu Schädigungen des Embryos im Mutterleib kommen. Das Auswärtige Amt rät daher derzeit Schwangeren von einer vermeidbaren Reise in die Risikoregionen ab. Eine Impfung oder ein Heilmittel gegen das Virus gibt es bisher nicht.


Virus verbreitet in Süd- und Mittelamerika

Vor rund drei Jahren waren die Ausbrüche noch auf den pazifischen Raum beschränkt, inzwischen breitet sich das Virus in weiteren süd- und mittelamerikanischen Ländern aus. Besonders aus Brasilien und Kolumbien sind zahlreiche Infektionen bekannt. Die Gelbfiebermücke überträgt das Zika-Virus. Das Bundesgesundheitsministerium berichtet, ob auch durch die asiatische Tigermücke eine Übertragung stattfinde, sei bisher noch nicht geklärt. Ebenso ist noch unklar, ob das Virus auch auf sexuellem Wege weitergegeben werden kann.


Konsequenten Mückenschutz beachten

Bei Infektionen der werdenden Mutter mit dem Zika-Virus kann das Risiko frühkindlicher Fehlbildungen nicht ausgeschlossen werden. Insofern rät das Auswärtige Amt Schwangeren von Reisen in die betroffenen Gebiete ab. Handelt es sich um einen unvermeidbaren Aufenthalt, ist der konsequente Schutz vor Mückenstichen besonders wichtig. In einem Merkblatt für Beschäftigte und Reisende hat das Auswärtige Amt entsprechende Hinweise zusammengestellt.

In der Regel verlaufen Infektionen mit dem Zika-Virus symptomlos und mild. In 80 Prozent aller Fälle bemerken Infizierte den Ausbruch nicht einmal. Ansonsten zeigen sich grippeähnliche Symptome wie Fieber, Kopfschmerzen und Muskelbeschwerden. In einigen Fällen kann es auch zu Hautausschlag oder Bindehautentzündungen und Schwellungen an Händen und Füssen kommen.



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