Work and Travel Südafrika

Arbeiten in Südafrika – Wo am besten?

Südafrika gehört zu den beliebtesten Ländern, in denen ein Work and Travel-Aufenthalt möglich ist. Work and Travel ist dabei nicht nur im klassischen Sinn von Bedeutung. Spezielle Studierenden-Programme, Freiwilligen- und Volunteer-Aufenthalte und Praktika gehören mit zu den am weitesten verbreiteten Wegen, in Südafrika einen Arbeits- und Reiseaufenthalt zu verleben.

Zu den hergebrachten Jobs im Work and Travel zählen die meisten Arbeiten im Tourismus-, Gaststätten- und Hotelgewerbe. Auch in Südafrika wächst dieser Markt seit mehr als 30 Jahren stetig und bietet eine gute Grundlage für das Finden von Gelegenheitsarbeit, wie sie typisch für Work and Travel ist.

Hauptsächlich konzentriert sich das Angebot im Tourismus auf die Großstädte Johannesburg, Pretoria und Kapstadt. Aber auch am Rand der vielen Nationalparks bieten zahlreiche Ressorts und Hotels Möglichkeiten für Work and Travel-Jobs.

  • Arbeiten jenseits der Zentren

    Die Naturschutzgebiete sind gleichermaßen für Freiwilligenarbeit im Rahmen eines NGO-Engagements attraktiv. Unterstützung bei der Arbeit in den riesigen Arealen ist oft gern gesehen und willkommen, wird aber nicht immer bezahlt. Meist sind jedoch Unterkunft und Verpflegung eingeschlossen.

    Für den Bereich der NGO-Arbeit, der Freiwilligen-Arbeit und auch für Praktika bietet sich an, im Vorhinein feste Absprachen mit dem Arbeitgeber zu treffen. Auch für einen bezahlten Work and Travel-Job ist es empfehlenswert, im Vorfeld der Reise eine gute Planung und Vorbereitung zu sichern. Denn neben den Visums-Bestimmungen und Aufenthaltsregelungen in Südafrika sind auch Reisewege und Unterkünfte noch nicht überall leicht zu finden.

 

  • Die Küstengebiete von Südafrika

    Zu den bekanntesten Städten an der Küste Südafrikas zählen Kapstadt am Atlantik, nahe der Grenze zum Indischen Ozean, und Durban an der Küste des Indischen Ozeans. Beide Städte sind touristische Attraktionen und bei Besuchern aus aller Welt beliebt. Entsprechend floriert das Tourismus-Geschäft und bietet zahlreiche Tätigkeitsmöglichkeiten.

    Durban ist durch seine Küstenlage und -beschaffenheit ein beliebter Ort für Surfer.

 

Welche Jobs sind in Südafrika beliebt?

Work and Travel im Tourismus

Weit verbreitet sind in Südafrika Jobs in der Tourismusbranche. Das umschließt Arbeiten in Restaurants (häufig in Kapstadt, Durban, am Rand des Krüger Nationalparks, Port Elizabeth u.a.), in Hotels und Touristenressorts, aber auch die Tätigkeit bspw. als Fremdenführer, wenn man in einer Region besonders informiert ist und Touristen in einer bestimmten Sprache führen kann.

Eine spezielle Tätigkeit ist die als Animateur, meist auf die Ressorts an den Küsten und in der Nähe von Nationalparks konzentriert. Dafür muss man ein gewisses Händchen mitbringen. Häufig wird sie jedoch vergleichsweise besser bezahlt als manche andere Work and Travel-typische Arbeit. Animateur-Jobs sollte man jedoch bereits vor der Abreise nach Südafrika geplant haben. Sie werden selten vor Ort angeboten. Meist organisieren größere Reiseanbieter entsprechende Engagements.

  • Work and Travel im Naturschutz

    Neben der Arbeit auf dem Touristen-Sektor, der von den vielen und großflächigen Nationalparks profitiert, ist die Arbeit direkt in einem der Nationalparks möglich. Bewerbungen sollten auch hier bereits vor der Abreise erfolgen und das Engagement idealer Weise bereits im Vorfeld geplant sein. Jobs sind möglich als Assistent bei der Pflege und Überwachung der Parks. Auch und besonders im Rahmen eines Studiums empfehlenswert.

 

Welche Versicherungen braucht man in Südafrika?

  • Auslandskrankenversicherung

    Für Work and Travel generell zählt die Auslandskrankenversicherung zu den wichtigsten Versicherungsformen überhaupt. Sie regelt die Kostenübernahme von Aufwendungen, die bei einem Arztbesuch, im Krankenhaus oder bei der Behandlung nach Unfällen entstehen.

    Das Krankenversicherungssystem in Südafrika ist unterschiedlich von deutschen Gegebenheiten organisiert. Kosten müssen häufig selbst verauslagt werden.

    Die Absicherung im Rahmen einer Arbeitstätigkeit trägt meist der Arbeitgeber. Das sollte im Vorfeld klar geregelt sein. Im Zweifel sollte die Auslandskrankenversicherung einspringen können, um eine unverhältnismäßige finanzielle Belastung zu verhindern und vor allem eine verlässliche Behandlung im Ernstfall sicherzustellen.

  • International gültige Haftpflichtversicherung

    Schäden, die der Work and Traveler verursacht, muss er auch selbst begleichen – im In- wie im Ausland. Um die eigene Belastung zu verhindern, muss eine international gültige und angemessen aufgestellte Haftpflichtversicherung vorhanden sein, die für den Versicherten die Zahlung von Schadenersatzkosten trägt.

  • Allgemeine Reiseversicherung
    Spezielle Anbieter haben sich auf die Absicherung der wichtigsten Risiken beim Work and Travel spezialisiert. Auch wenn die Reise häufig mit abgespecktem Gepäck erfolgt: Eine gewisse Grundsicherheit sollte auf jeden Fall vorhanden sein, wenn etwas passiert oder abhandenkommt.

 

Brauche ich ein Visum für Work and Travel in Südafrika?

Eine direkte bilaterale Regelung, ein sog. Working Holiday Visum, wie es bspw. für die USA, einige Länder in Asien und Australien gilt, besteht zwischen Südafrika und Deutschland nicht. Das hat u.a. Einfluss auf die Bedeutung von Visa und Arbeitsgenehmigungen für den Aufenthalt in Südafrika.

Mit einem Touristenvisum darf man zunächst für 3 Monate, sprich 90 Tage, im Land bleiben. Spätestens 30 Tage vor Ablauf des Touristenvisums muss man anzeigen, dass man es verlängern möchte. Die Verlängerung ist einmalig möglich für weitere 90 Tage, sodass ein Touristenvisum faktisch zum Aufenthalt von bis zu 6 Monaten berechtigt. Eine gewerbliche, entgeltliche Arbeitstätigkeit ist damit jedoch nicht möglich.

Ein Touristenvisum wird Deutschen bei der Einreise gewährt.

Was möglich ist: Arbeit als Freiwilliger und Volunteer bei bestimmten Organisationen, meist Nicht-Regierungsorganisationen (sog. NGOs), die im Land Projekte mit sozialem Hintergrund oder im Zusammenhang mit Naturschutzaufgaben betreiben. Dieser Form der Tätigkeit sollte jedoch im Vorfeld geplant werden. Die Organisationen helfen auch bei der Bewertung, welches Visum nötig ist und ob das Touristenvisum ausreicht.

Der Aufenthalt in Verbindung mit einer Arbeitstätigkeit, insbesondere wenn sie bezahlt wird, ist an einer Arbeitserlaubnis geknüpft. Sie ist an bestimmte Auflagen gebunden, die je nach Job und Hintergrund verschieden sein können. Die Arbeitserlaubnis kann im Prinzip bei der Einreise nach Südafrika beantragt werden. Jedoch empfiehlt sich für eine verlässliche Planung des Work and Travel, bereits im Vorfeld abzuchecken, welche Bedingungen man erfüllen muss, um die nötige und passende Arbeitserlaubnis zu bekommen.

Anders geregelt ist der Aufenthalt als Student. Seit 2005 gilt für Studierende bei der Einreise zu einem Freiwilligen-Dienst, vor allem für Praktika, ein sog. Besuchervisum. Es gilt zwischen 3 und 6 Monaten und wird auf die konkrete Arbeits- und Praktikumsstelle ausgestellt. Work and Travel im klassischen Sinn wird damit beschränkt, aber eine vereinfacht Einreise für Studierende ist möglich. Eine etwaige Kombination mit eine Touristenvisum sollte im Vorfeld, idealerweise mit der Botschaft, geklärt werden.

Was ist noch wichtig für Work-and-Travel in Südafrika?

Impfungen

Die Reisevorbereitungen für einen längeren Aufenthalt zum Work and Travel in Südafrika müssen auf jeden Fall eine Prüfung des persönlichen Impfstatus enthalten. Die Krankenkasse übernimmt Risiko-Vorsorgeimpfungen in den meisten Fällen. Ihr Hausarzt und Fachärzte beraten Sie zu nötigen und empfohlenen Impfungen, wenn Sie einen längeren Aufenthalt in Südafrika planen. Besonders in den feuchten Waldgebieten und bei naturnaher Arbeit sollte sehr konservativ geimpft werden, um mögliche Risiken zu minimieren.