Gesetze in Schweden

Die Gesetze in Schweden haben nicht alle den Charme, den das Jedermannsrecht für den fast unbeschränkten Zugang zur Natur gewährt. Ausländer in Schweden treffen auf Regeln und Vorschriften, an die sie sich halten sollten, um Bußgelder oder Probleme zu vermeiden. Im normalen Alltag sind einige besondere Gesetze in Schweden von Bedeutung.

Gesetze in Schweden allgemein im Überblick

Anders als in vielen anderen Ländern haben die Schweden kein Problem damit, auch fremde Grundstücke zu betreten und die Natur zu genießen. Von wenigen Ausnahmen abgesehen enthalten die Gesaetze in Schweden den Grundsatz des Jedermannsrechts. Dieses „allemansrätt“ respektiert den Anspruch der Bürger darauf, die Natur als solche zu genießen. Grundstückseigentümer müssen dies dulden, solange sich die Besucher an einige Grundregeln halten.

Achten Sie bei Ihren Ausflügen in die atemberaubende Natur Schwedens deswegen auf Folgendes:

  • Halten Sie sich bei der Wanderung von Wohnhäusern fern.
  • Entsorgen Sie Ihren Müll nicht im Freien.
  • Hunde sind zwischen März und August anzuleinen.
  • Angeln ist auch Schweden ohne Angelschein nicht einfach so erlaubt.
  • Wildes Campieren mit Wohnmobilen und Campingwagen ist auf unbefestigtem Boden nicht erlaubt. Suchen Sie sich einen Campingplatz oder parken am Straßenrand.

Dazu kommen noch einige weitere Gesetze in Schweden, die Sie beachten sollten, wenn Sie vom Jedermannsrecht Gebrauch machen.

Neben diesem besonderen Recht der Schweden und Ausländer gelten gerade im Bereich Miete und Arbeitsrecht Gesetze in Schweden mit ungewohnten Inhalten.

Verkehrsregeln und Gesetze in Schweden für Verkehrsteilnehmer

Gesetze in Schweden zum Straßenverkehr bestehen nicht nur aus dem bei Urlaubern so beliebten Elch-Schild. Das sollten Sie im Übrigen ganz unangetastet lassen, denn der Diebstahl dieser Straßenschilder kann teuer werden. Außerdem gefährden Sie andere Verkehrsteilnehmer, wenn Sie die Warnung abmontieren.

Neben dem begründeten Hinweis auf die Gefahr durch Elche beinhalten Gesetze in Schweden auch einige Regeln für Autofahrer, die ebenso wichtig oder streng sind. Zunächst besteht in Schweden ab November Winterreifenpflicht, wenn die Witterung dies erfordert – und sie erfordert es in diesem nördlichen Land eigentlich immer.

Weitere wichtige Regeln und Gesetze in Schweden beinhalten:

  • Die Promillegrenze liegt bei 0,2 Promille. Verstöße werden nach dem Einkommen in Tagessätzen berechnet und können deswegen sehr teuer werden.
  • Es besteht Anschnallpflicht.
  • Kein Telefonieren mit dem Handy ohne Freisprecheinrichtung. Die Bußgelder bei Verstößen sind hoch.
  • Parken nur in dazu ausgewiesenen Bereichen in der vorgesehenen Zeit. Auch auf Privatgrund kann ein Parkverstoß durch den Eigentümer mit einem  Bußgeld verfolgt werden.

Neben weiteren Vorgaben durch die StVO ist das jeweilige Tempolimit zu beachten. Nach den Gesetzen in Schweden zur Höchstgeschwindigkeit ist diese zumindest auf den Fernstraßen und Autobahnen sehr viel zurückhaltender festgelegt, als deutsche Autofahrer dies gewohnt sind. Selbst auf Autobahnen gilt nur bei besonderem Hinweis 120 km/h, ansonsten 110 km/h.

Immobilien und Miete in Schweden

Da die Gesetze in Schweden dazu führen, dass Mietverhältnisse nach 9 Monaten fast schon unkündbar sind, ist Wohnraum zur Miete in Schweden in den Ballungsgebieten knapp. Viele Interessenten stehen jahrelang auf zentral geführten Wartelisten. Als Neuankömmling kann es also schwierig werden, entsprechenden Wohnraum zu finden. Die Alternative ist häufig das Wohnen zur Untermiete, während der Hauptmieter ganz woanders lebt. Dabei sollten Sie beachten, dass die Gesetze in Schweden ausgerechnet diese Untervermietung oft als einen außerordentlichen Kündigungsgrund vorsehen. Der Hauptmietvertrag wird aufgelöst und als Untermieter stehen Sie rechtlos auf der Straße.

Wer gleich auf die Suche nach einer Mietwohnung verzichtet, kann in Schweden mit dem nötigen finanziellen Hintergrund auch eine Immobilie erwerben. Unterschiede sehen die Gesetze in Schweden für den Erwerb durch EU-Bürger nicht vor. Der Hauskauf ist relativ unproblematisch und erfordert nur einen Kaufvertrag, der nicht von einem Notar beurkundet werden muss. Wichtig ist zur endgültigen Sicherung die Eintragung in das Grundstücksregister der jeweiligen Gemeinde.

Arbeitsrecht und Gesetze in Schweden

Die Gesetze in Schweden fügen die Regelungen zum Arbeitsrecht aus unterschiedlichen Quellen zusammen. Zugleich müssen Vereinbarungen zwischen Arbeitgebern und Arbeitnehmerverbänden und Gewerkschaften berücksichtigt werden. Diese übergeordnete Bedeutung der Vereinbarung ist auch im deutschen Recht nicht ungewöhnlich. So enthalten Tarifverträge oft sehr viel genauere oder abweichende Regelungen als die Basisvorschriften zum Arbeitsrecht.

Als Leitlinie sehen die Gesetze in Schweden einige Grundprinzipien vor. Dazu gehören:

  • Befristete Arbeitsverhältnisse sind die Ausnahme.
  • Die Kündigung ist nur in den gesetzlich vorgesehenen Fällen möglich.
  • Für die Kündigung ist mindestens eine Frist von einem Monat zu beachten.
  • Grundsätzlich geht der Arbeitnehmer zuerst, der als letzter in den Betrieb gekommen ist.

Viele Schutzrechte für Arbeitnehmer ergeben sich aus den Einzelregelungen. Sie werden nicht fündig, wenn Sie die Gesetze in Schweden nach einer Pflichtversicherung bei Arbeitslosigkeit durchforsten. Die Absicherung ist den Arbeitnehmern überlassen, die sich durch spezielle Versicherungen und Kassen schützen.

Fazit: Regeln gibt es überall

Trotz Jedermannsrecht und dem Mythos über die Freizügigkeit und die Lässigkeit der Schweden befinden Sie sich als Ausländer in einem Land, das Wert auf geordnete Verhältnisse, rücksichtsvolles Miteinander und dezente Problemlösungen legt. Die Gesetze in Schweden schränken wie in jedem anderen Land auch die unbegrenzte Freiheit des Einzelnen ein und ermöglichen erst das Miteinander aller Bürger. Es ist deswegen unbedingt empfehlenswert, sich mit den Regeln und dem Verhaltenskodex Schwedens vertraut zu machen.