Leben und Arbeiten in Graz

Welche Branchen sind in Graz beliebt?

Graz gehört zu den Innovations-Zentren der Republik Österreich und spielt gleichzeitig durch seine Lage eine wichtige Rolle im wirtschaftlichen Transfer zwischen West- und Osteuropa.

Wichtigstes Arbeits- und Wirtschaftsfeld ist die Automobil-Zulieferindustrie. Zusammengefasst in einem Cluster, das „ACstyria“ genannt wird bzw. Autocluster Steiermark, vereint sie eine Vielzahl namhafter Hersteller.

Damit einhergehend hat sich eine umfangreiche und ausdifferenzierte Speziallogistik etabliert.

Vor dem Hintergrund internationaler Vernetzung der meisten in Graz ansässigen Akteure sind Entsendungen und direkte Anstellungen – zumal erleichtert durch den EU-Transfer ohne Begrenzung von Berufsausübung und Freizügigkeit – gleichermaßen bestimmend für das Umfeld, das Deutschen die Arbeit im österreichischen Ausland offen steht.

Zu den weiteren Branchen von Bedeutung in Graz und der umliegenden Region zählen:

  • Banken und Finanzen
  • Versicherungswesen
  • Hoch-Technologie und Fertigung
  • Handel
  • Logistik

Die technologische Entwicklung und Fertigung ist nicht allein auf den Automotive-Sektor beschränkt. Umwelttechnik und Ingenieurs-Berufsbilder vor allem im Maschinenbau spielen eine ebenso wichtige Rolle.

Für ganz Österreich bildet die Tourismus-Branche ein wichtiges Wirtschaftsfeld. Gewinnzuwachs und internationale Vernetzung sind hier besonders intensiv. Das trifft auch auf die Region Graz zu.


Entsendung oder Direktbewerbung – was hat bessere Chancen?

Um im Ausland eine Arbeit zu beginnen und vor allem, vertraglich verlässlich zu gestalten, sind grundlegend die Wege der Entsendung durch ein Unternehmen oder die direkte Anstellung im Ausland etabliert. Sie sind administrativ unterschiedlich. Bei der Entsendung gelten für die Bewertung der Arbeit im Ausland hinsichtlich Steuerbelastung und Verpflichtung zur Leistung von Sozialabgaben andere Bedingungen, als für eine Anstellung direkt bei einem Unternehmen mit Sitz in Graz.

Innerhalb der EU sind diese Unterschiede nicht so gravierend erhalten. Zusätzlich nivellieren Doppelbesteuerungsabkommen die steuerliche Bewertung.

  • Entsendung als Expatriate
    Entsandte eines Unternehmens, die in einer Tochterfirma, in einer Zweigstelle oder in einer Niederlassung desselben Unternehmens im Ausland weiter arbeiten, werden auch als Expatriates bezeichnet. Das grundlegende Engagement zwischen Arbeitnehmer und Arbeitgeber wird beibehalten. Trotzdem muss in der Regel die Lohnsteuer vor Ort entrichtet werden. Unterschiede bestehen bei der Verpflichtung zur Leistung von Sozialabgaben. Hier entscheiden die Vertragsgestaltung und vor allem die Gültigkeitsgrenzen der bisherigen Sozialversicherung. Der Sozialversicherungsträger unterstützt bei der Bewertung, ob die Leistungen ohne Veränderung weiter an die bisherige Sozialkasse gezahlt werden können, oder ob eine Veränderung vorgenommen werden muss. Besonders mit der Wirkung auf spätere Renten- oder Pensionsansprüche liegen hier Gefahren einer Versorgungslücke. Ob und inwieweit hier alternative Absicherungen greifen müssen, sollte nach Möglichkeit schon vor Antritt der Arbeit im Ausland überprüft werden.

 

  • Arbeitsvertrag vor Ort
    Die Freizügigkeit und freie Arbeitsplatzwahl innerhalb der EU-Staaten für Staatsangehörige der EU-Kernstaaten ermöglicht einen leichten Wechsel des Arbeitsplatzes ins Ausland. Direkte Bewerbungen für in ein Unternehmen in Graz und die direkte Anstellung per lokalem Arbeitsvertrag sind auf Basis österreichischen Rechts und EU-Rechts ebenso üblich, wie die Anstellung auf Entsende-Weg.

    Auf welche Weise die Leistungen der Sozialkassen betroffen sind, hängt von der konkreten Beschaffenheit der Stelle ab. Generell können innereuropäisch erworbene Ansprüche auf Sozialleistungen, vor allem aber Ansprüche auf Renten- und Pensionszahlungen zwischen den Träger unterschiedlicher Staaten übergeben werden. Wichtig ist, dass die erworbenen Ansprüche später vom Träger im Heimatland anerkannt werden. Er übernimmt in der Regel die Auszahlung, wenn die Arbeit im Ausland beendet ist und die Rentenzahlungen beginnen.


Arbeit und Wohnen in Graz

Graz ist Bundeshauptstadt der Steiermark in Österreich. In der Stadt wohnen knapp 300.000 Menschen, in der Region um Graz noch einmal so viele.

Eingebettet in das Grazer Becken, erheben sich die Alpen an den Seiten der Stadt. Zur Grenze nach Slowenien ist es nicht weit, zur nächsten größeren Stadt auf slowenischer Seite, Maribor, sind es gut 70 km. Nach Wien sind es von Graz aus gut 200 km.

Das Klima in Graz und Umgebung ist alpentypisch. Die Sommer sind in den Tälern um 20 bis 25 Grad Celsius warm. Im Winter wird es kalt, Schneelagen bestimmen meist die Zeit zwischen November und März, oft darüber hinaus.

Wer in Graz arbeiten will, kann Wohnungen ab ca. 8 Euro je Quadratmeter kalt finden. Je zentrumsnäher, desto höher werden auch die Preise. Graz liegt im Schnitt etwas niedriger bei den Mietpreisen als andere Großstädte in Österreich.