Work and Travel Italien

Arbeiten in Italien – Wo am besten?

Gute Möglichkeiten ergeben sich in der Hotel- und Gastronomiebranche des Landes. In Italien gibt es ein starkes Nord- Südgefälle, der Norden ist stark industrialisiert, während im Süden eine hohe Arbeitslosigkeit herrscht. Bessere Aussichten auf einen saisonalen Job hast Du daher eher im Norden. In den Sommermonaten können sich auch im Süden einige Möglichkeiten ergeben, die jedoch deutlich seltener sind.

Idealerweise entscheidest Du Dich bei der Jobsuche für einen der Ballungsräume rund um Mailand, Florenz oder Rom, touristisch beliebt sind natürlich auch die Toskana, Venedig und Ligurien. Eine gute Wahl sind die beliebten Touristenorte rund um den Gardasee. Gerade wenn Du in im Tourismusbereich jobben willst, sind diese Gegenden eine gute Wahl. Für ein Praktikum gut geeignet ist die Region rund um Mailand, hier sind auch viele internationale Unternehmen ansässig. In der Regel werden Praktika jedoch nicht vergütet. In erster Linie kannst Du auf diese Weise also Erfahrungen sammeln und Deine Sprachkenntnisse verbessern.

Wenn Du einen Job für den Work-and-Travel-Aufenthalt in Italien suchst, bieten einige Portale im Internet gute Möglichkeiten, sich einen Überblick zu verschaffen:

In der Hotel- und Gastronomiebranche kommst Du zunächst auch mit Deutsch und Englisch weiter, dennoch sind hier auf italienische Sprachkenntnisse gefragt.

Spezielle Agenturen haben sich auf Work & Travel in Italien spezialisiert. Hier beraten Fachleute dich zur Organisation deines Aufenthaltes.Ideal ist die Kombination mit einem Sprachkurs, so kannst du deine Kenntnisse direkt verbessern. Zudem unterstützen die Experten bei der Suche nach einer Unterkunft, was gerade während der Hauptsaison problematisch werden kann.


Welche Jobs sind in Italien beliebt?

  • Jobs in der Hotelbranche oder der Gastronomie

Vor allem in der Gastronomie, in Hotels oder Restaurant werden oftmals saisonale Kräfte zur Unterstützung gesucht. Interessant ist auch die Tätigkeit als Stadtführer oder Reiseleiter an einem der zahlreichen Touristenhotspots in Italien.

  • Arbeiten als Home Teacher

Eine weitere Option ist die Arbeit als Home Teacher in Italien. Dabei lebst du bei einer Gastfamilie, denen du beim Erlernen deiner Muttersprache hilfst. Im Gegenzug erhältst du Unterkunft und Verpflegung und lernst ganz nebenbei Land und Leite kennen. Bei den meisten Anbietern dieser Programm gibt es ein Mindestalter von 21 Jahren. Das Höchstalter liegt bei 30 Jahren. Praktische Erfahrungen beim Unterrichten sind wünschenswert, so dass sich die Programm besonders für Lehramtsstudenten eignet.

  • Als Au-pair in Italien

Kommt die Arbeit als Home Teacher nicht in Frage, kannst du auch als Au-pair bei einer italienischen Gastfamilie wohnen und arbeiten. Dabei bist du allerdings deutlich weniger flexibel als bei einem klassischen Work-and-Travel-Aufenthalt, der sich spontane Ortswechsel und viele Reisen innerhalb des Landes auszeichnet.

  • Freiwilligenarbeit in Italien

Für italienische Camps werden Freiwillige gesucht, die Kinder und Jugendliche dort betreuen. In der Regel ist die Teilnahme als Betreuer ab 18 Jahren möglich, im einzelnen hängen die Voraussetzungen vom Anbieter ab. Besondere Angebote gibt es im Rahmen des internationalen Jugendfreiwilligendienstes auf den Seiten des Bundesministeriums für Familie, Senioren, Frauen und Jugend.


Welche Versicherungen sind in Italien notwenig?

Viele Versicherungen haben sich auf besondere Paketlösungen für Work-and-Traveller spezialisiert, die wichtigen Versicherungsschutz beinhalten. Alternativ besteht die Möglichkeit, einzelne Versicherungen abzuschließen. Ratsam sind folgende Versicherungen:

  • AuslandskrankenversicherungGrundsätzlich gilt in Italien zwar die Europäische Gesundheitskarte und die deutschen Krankenkassen zahlen auch für in Italien erbrachte Leistungen. Dabei übernehmen die Versicherungen aber immer nur die Kosten, die bei einer Behandlung in Deutschland angefallen wären. Ist die Behandlung teurer, muss der Patient den Restbetrag selbst finanzieren. Für diese Fälle ist eine Auslandskrankenversicherung ideal. Damit schließt du die Versicherungslücke und bist für deinen Aufenthalt in Italien bestens abgesichert. Achte bei Abschluss des Vertrages, dass die Versicherung für den Zeitraum des geplanten Aufenthaltes gültig ist.
  • HaftpflichtversicherungWenn du noch bei deinen Eltern wohnst, bis du bis zu einem bestimmten Alter bei deinen Eltern mitversichert. Vor Beginn des Abenteuers solltest du prüfen, ob die Haftpflichtversicherung auch für dich gilt und sich der Versicherungsschutz auch auf das Ausland erstreckt. Ansonsten ist der Abschluss einer Haftpflichtversicherung ratsam, die Schäden an Dritten und deren Eigentum absichert.
  • Unfallversicherung

Ob du eine Unfallversicherung für deinen Auslandsaufenthalt abschließen willst, ist von deinen Sicherheitsansprüchen abhängig. In der Regel bist du während der Ausübung eines Jobs über den Arbeitgeber versichert, das gilt aber nur für die Arbeitszeit. Wenn du in deiner Freizeit gern recht gefährlichen Hobbys nachgehst, solltest du über den Abschluss einer Unfallversicherung nachdenken. Eventuell besteht bereits eine solche Versicherung, dann gilt es zu prüfen, ob sich der Versicherungsschutz auch auf Italien erstreckt.


Brauche ich ein Visum für ein Work-and-Travel in Italien?

Als EU-Bürger brauchst du kein Visum für deinen Aufenthalt in Italien. Du reist problemlos mit einem Personalausweis oder Reisepass nach Italien ein.


Was muss ich anziehen? Klima und Jahreszeiten in Italien

Aufgrund der Nord-Süd-Ausdehnung des südeuropäischen Landes gibt es hier ganz unterschiedliche klimatische Bedingungen. Im Süden des Landes in Kalabrien und auf den Inseln Sizilien und Sardinien herrscht ein mediterranes Klima. Die Sommer sind hier sehr heiß und trocken, die Winter sind mild. Im südlichsten Teil Italiens muten die Temperaturen durchaus afrikanisch an. Ins Gepäck gehören also leichte Sommersachen, natürlich dürfen auch Badeanzug und Badehose nicht fehlen. Die Italiener kleiden sich mit viel Stil und legen sehr viel Wert auf ihr Äußeres. Auf einen Spaziergang in Badekleidung oder allzu lässiger Kleidung solltest du auf jeden Fall verzichten. In Venedig muss du mit Bussgeldern rechnen, wenn du in Badekleidung auf öffentlichen Plätzen erwischt wirst. In Restaurants ist angemessene Kleidung erwünscht, wenn du eine Kirche besuchst, müssen die Schultern bedeckt sein. Zu kurze Hosen oder Röcke sind hier ebenfalls tabu.

Im Norden Italiens sind die Sommer, besonders in der Toskana-Region sind die Sommer lang und heiß, auch die Luftfeuchtigkeit ist zuweilen recht hoch. Im Winter kann es hier auch einmal Frost und Schnee geben. Wenn du länger in Italien bleiben willst müssen also nicht nur leichte Sommersachen sondern auch warme Winterkleidung in den Koffer. Bei einem Aufenthalt in den Alpen kann es abends auch im Sommer kühl werden. Rund um den Gardasee gibt es abends recht häufig ein Gewitter, so dass du dich auch auf Regenschauer einstellen solltest.