Paris

Welche Branchen sind in Paris beliebt?

In Frankreich gibt es die meisten freien Stellen rund um Paris, der sogenannten Ile-de-France. Zahlreiche große Unternehmen haben hier ihren Sitz. Auch deutsche Firmen haben ihre französischen Niederlassungen vorwiegend in der Region. Unter anderem sind BASF, die Bosch Rexroth AG, Siemens sowie Continental hier ansässig. Zu den großen Arbeitgebern zählen die Versicherungsgruppe AXA Group, ebenso das Pharmaunternehmen Sanofi sowie die Kreditinstitute Société Générale und Crédit Agricole. Auch der Kosmetikkonzern L’Oréal und das Telekommunikationsunternehmen Orange sind hier ansässig.

Gesucht werden Fachkräfte, wobei deutsche Bewerber vor allem bei Jobs im Exportbereich mit ihren Sprachkenntnissen punkten können. Auch Stellen im Finanz- oder Rechnungswesen, bei Banken oder im IT-Bereich sind in der Region Paris gefragt. Bevorzugt werden Bewerber eingestellt, die bereits einige Berufserfahrung mitbringen. Wer im Tourismusbereich arbeiten möchte, findet im Disneyland Paris ein bereites Stellenangebot. Auch in der Gastronomie und der Hotelbranche gibt es in der französischen Hauptstadt stets Nachfrage nach Mitarbeitern. Oftmals handelt es sich im Tourismusbereich um saisonale Jobs. Grundsätzlich ist die Arbeitslosigkeit in und um Paris hoch und vor allem Jugendliche sind davon betroffen.


Arbeiten und wohnen in Paris

Paris ist in puncto Lebenshaltungskosten teuer. Das „Handelsblatt“ berichtet von Mietpreisen um 40 Euro pro Quadratmeter im Pariser Zentrum. In den umliegenden Arrondissements zahlen Mieter rund 33 Euro pro Quadratmeter. Einer Recherche von „Focus Online“ zufolge bekommen Mieter für eine Zahlung von 1.000 Euro gerade einmal 25 Quadratmeter in Paris. Grundsätzlich gilt: Je kleiner die Wohnung, desto höher der Quadratmeterpreis. Natürlich muss es nicht die beste Wohnlage im Zentrum der Hauptstadt sein. Zur Auswahl stehen verschiedene Vororte, bei denen sich Auswanderer jedoch darauf einstellen müssen, lange mit öffentlichen Verkehrsmitteln unterwegs zu sein. Zudem sind einige der Banlieus für ihre hohe Kriminalitätsrate und ihre Unruhen bekannt. Im Vergleich zum Zentrum ist der Nordosten der Stadt noch recht günstig, hier gibt es jedoch eine hohe Kriminalitätsrate. Viele Deutsche entscheiden sich für den Westen der Stadt. Sehr beliebt ist Saint Cloud, wo es eine deutsche Schule gibt. Im Gegensatz zu anderen Vierteln sind die Mieten hier jedoch deutlich höher. Etwas günstiger ist das Leben in dem etwas außerhalb gelegenen Saint Germain en Laye, wo es ebenfalls eine deutsche Schule gibt.

Auch wenn das Leben in Paris teuer ist, handelt es sich um eine der beliebtesten Städte der Welt. Ein einzigartiges Kulturangebot, zahlreiche Sehenswürdigkeiten und der Lebensstil machen die französische Hauptstadt für viele zu einem Traumziel.


Steuern und Sozialabgaben beim Arbeiten in Paris

In Frankreich gibt es verschiedene Sozialversicherungssysteme. Wer in Paris arbeitet und seinen Wohnsitz in Frankreich hat, muss sich für das passende System anmelden:

  • normales Sozialversicherungssystem für Arbeitnehmer régime générale (hier sind rund 80 Prozent aller Franzosen versichert)
  • Sozialversicherungssystem für Selbständige régime autonomes
  • Sozialversicherungssystem für Landwirte régimes agricoles
  • Systeme für bestimmte Berufsgruppen wie Angestellte im öffentlichen Dienst régimes spéciaux

Die Versicherung umfasst in der Regel folgende Bereiche

Üblicherweise meldet der Arbeitgeber den Mitarbeiter bei der URASSAF, der Union de Recouvrement des Cotisations de Sécurité Sociale et d’Allocations Familiales sowie der Rentenversicherung an. Die genaue Höhe der Abgaben richtet sich nach der Höhe des Einkommens. Wie in Deutschland tragen Arbeitgeber und Arbeitnehmer die Beiträge, wobei der Anteil der Arbeitnehmer höher ist als der des Arbeitgebers. Die Arbeitnehmeranteile werden direkt vom Gehalt abgezogen. Insgesamt liegen die Abgaben bei rund 20 Prozent. Steuern müssen in Frankreich separat gezahlt werden. Dazu muss eine Steuererklärung abgegeben werden. Üblicherweise betragen die Steuern zwischen einem und drei Monatsgehältern und müssen einmal jährlich entrichtet werden.

Die Rente ist in Frankreich ab einem Alter von 60 Jahren möglich, wichtig ist, dass der Arbeitnehmer 37,5 Jahre lang gearbeitet hat. Ist dies nicht der Fall, gibt es Abzüge. Dabei werden die Arbeitszeiten, die in anderen Ländern der EU geleistet wurden, berücksichtigt.