Nizza

Welche Branchen sind in Nizza beliebt?

In Nizza sind die meisten Arbeitnehmer im Dienstleistungssektor tätig. Rund vier Millionen Touristen kommen jedes Jahr in die beliebte Stadt an der Côte d’Azur, so dass es vor allem im Gastronomie- und Hotelbereich zahlreiche Jobs gibt.

Eine Art französisches Silicon Valley gibt es in der Nähe von Antibes, das rund 20 Kilometer von Nizza entfernt liegt. Im Technologie- und Wissenschaftspark Sophia Antipolis arbeiten rund 34.000 Mitarbeiter in 1.350 Unternehmen aus der Telekommunikation, der IT, der Medizin und Biotechnologie. Zu den größten und bekanntesten Arbeitgebern zählen unter anderem

  • Air France
  • Amadeus
  • France Télècom
  • Hewlett-Packard
  • Hitachi
  • IBM
  • Infenion
  • Intel
  • Nvidia
  • Orange
  • SAP

Mit einem Bruttoinlandsprodukt von ca. sechs Milliarden Euro jährlich ist der Park von wesentlicher Bedeutung für das gesamte Département Alpes-Maritimes. Nach Angaben des Bundesministeriums für Bildung und Forschung liegt Sophia Antipolis bei auf Platz Zwei der innovationsstärksten französischen Städte.


Arbeiten und wohnen in Nizza

Die Geschichte der Stadt geht zurück auf die griechischen Phokäer, die etwa 500 vor Christi eine Handelsniederlassung gründeten. Danach siedelten Römer in der Region an und die Einwohnerzahl wuchs stetig. Überall in Nizza weisen Überreste auf die einstige römische Besiedlung hin. Vor allem im Stadteil Cimiez gibt es noch zahlreiche Hinweise auf die römische Zeit. Besonderer Anziehungspunkt ist das Amphitheater. Im Jahr 1388 löste sich die Bevölkerung Nizzas von Frankreich und schloss sich Savoyen an. Dieser Entschluss sorgte für zahlreiche Kämpfe rund um die Hafenstadt. In der folgenden Zeit kam es zu einem wirtschaftlichen Niedergang, erst 1860 schloss Nizza sich nach seiner italienischen Zeit wieder an Frankreich an. Danach ließen sich vor allem betuchte Briten in der Region nieder und es setzte ein wahrer Bauboom ein. Nizza stieg zu einem mondänen Badeort an der Mittelmeerküste auf.

Wohnungen in Nizza sind teuer, auf der anderen Seite ist die Lebensqualität in der Region hoch. Neben einem angenehmen Klima punktet Nizza vor allem mit einem umfangreichen Kulturangebot. Bereits im Jahr 2010 wurde ein Projekt ins Leben gerufen, mit dem die Stadt grüner gemacht werden sollte. Neue Parkanlagen, eine Entlastung des Autoverkehrs und ein Ausbau des öffentlichen Nahverkehrs sollen Nizza für Einwohner attraktiver machen. Bis zum Jahr 2030 will die Stadt in verschiedenen Bauabschnitten ein 35 Kilometer langes Straßenbahnnetz etablieren. Damit soll der Verkehr in der Stadt reduziert werden, Luftverschmutzung und Lärm sollen verringert werden. Insgesamt ist mehr Raum für Fußgänger und Fahrräder vorgesehen. Zudem ist ein neues Parkkonzept geplant, das vor allem Anwohner entlasten soll.


Steuern und Sozialabgaben beim Arbeiten in Nizza

In Frankreich betragen die Abzüge vom Gehalt rund 20 Prozent. Darin ist die Einkommensteuer nicht enthalten. Die Steuern zahlen Arbeitnehmer separat, dazu ist die Abgabe einer jährlichen Steuererklärung vorgesehen. In der Regel betragen die Steuern zwischen einem und drei Monatsgehältern und werden einmalig oder auf Ratenbasis entrichtet.

Vom Gehalt einbehalten werden die Beiträge für die Sozialversicherung. Die Abgaben beinhalten Beiträge für

Insgesamt gibt es in Frankreich verschiedene Sozialversicherungssysteme für Arbeitnehmer, Selbständige, Landwirte oder Beschäftigte im öffentlichen Dienst. Die meisten Franzosen sind im Sozialversicherungssystem für Arbeitnehmer abgesichert.

Der Arbeitgeber meldet den Mitarbeiter bei der URASSAF, der Union de Recouvrement des Cotisations de Sécurité Sociale et d’Allocations Familiales sowie der Rentenkasse. Die Beiträge teilen sich zwischen Arbeitgeber und Arbeitnehmer auf, wobei der Arbeitnehmer in Frankreich einen höheren Anteil als sein Arbeitgeber entrichten muss.

Bei Eintritt der Rente gilt ein Mindestalter von 60 Jahren, Voraussetzung ist, dass der Arbeitnehmer mindestens 37,5 Jahre erwerbstätig gewesen ist. Wer die Zeit nicht erfüllt und sich dennoch für einen Renteneintritt entscheidet, muss mit Abzügen rechnen. Arbeitszeiten, die in anderen Ländern der EU absolviert wurden, werden bei Berechnung der Rente berücksichtigt.