Lyon

Welche Branchen sind in Lyon beliebt?

Lyon ist die drittgrößte Stadt Frankreichs und hat rund 500.000 Einwohner. Die Hauptstadt der Region Rhône-Alpes bildet zusammen mit Grenoble ein bedeutendes Forschungs- und Entwicklungszentrum. In der gesamten Region leben nahezu zwei Millionen Menschen. Aus wirtschaftlicher Sicht handelt es sich um eine der bedeutendsten Wirtschaftsregionen Europas. Hier gibt es zahlreiche große Unternehmen aus der Biotechnologie sowie der Mikro- und Nanotechnologie und der Umwelttechnologie. Auch die IT- und Kommunikationstechnologie sowie der Energiesektor zählen zu den wichtigen Branchen. Unter anderem haben Unternehmen wie

  • Hewlett Packard
  • STMicroelectronics
  • Cegid
  • Sanofi
  • Pasteur
  • Merial
  • Pfizer
  • Bayer CropScience

ihren Sitz in und um Lyon. Viele Unternehmen aus der Pharmabranche haben sich in der Region angeisedelt. Mit Merial, Pfizer, Roche, Genzyme, bioMérieux und Merck sowieso Dickinson und Becton sind alle großen Namen der Branche vertreten. Neben der Pharmabranche gibt es zahlreiche Raffinerien und andere Industriebetriebe.
Nach der Île-de-France ist das Gebiet Rhônes-Alpes der zweitgrößte französische Wirtschaftsraum. Im Jahr 2011 wurden hier mit 193 Milliarden Euro etwa zehn Prozent des französischen Bruttoinlandsprodukts erwirtschaftet. Nach Angaben des Bundesministeriums für Bildung und Forschung sind über 4.600 ausländische Unternehmen in und um Lyon ansässig. Hier sind rund 215.000 Beschäftigte tätig, seit 2004 wurden mehr als 32.500 neue Jobs geschaffen. Wer im Bereich der Forschung tätig ist, hat in Lyon sehr gute Aussichten. Es gibt rund 650 öffentliche Forschungslabore in denen im Jahr 2010 etwa 28.000 Forscher fest angestellt waren. Unter anderem gibt es bekannte Forschungseinrichtungen für Kernenergie und Teilchenphysik.


Arbeiten und wohnen in Lyon

Die Geschichte Lyons geht zurück bis ins Jahr 43 vor Christi als die Stadt „Lugdunum“ von den Römern gegründet wurde. Vormals gab es an gleicher Stelle bereits erste Siedlungen der Kelten. Seit 1998 zählt die Altstadt Lyons zum Weltkulturerbe der UNESCO. Gelegen am Zusammenfluss der Rhône und der Saône befindet sich Lyon etwa 470 Kilometer südlich von Paris.
Lyon teil sich in insgesamt neun Arrondissements auf:

  • der 1. Arrondissement bildet das Stadtzentrum mit den Vierteln Terreaux, Pentes de la Croix-Rousse, Les Chartreux, Croix Paquet, Saint Vincent
  • der 2. Arrondissement gelegen im Süden des Zentrums mit den Quartieren Cordeliers, Bellecour, Celestins, Le Confluent, Ainay, Perrache, Montrochet
  • der 3. Arrondissement im Oste der Stadt mit den Vierteln La Préfecture, La Guillotière, Le Part-Dieu, La Villette, Dauphiné – Sans Souci, Montchat, Grange Blanche
  • der 4. Arrondissement im Norden Lyons mit dem Vierteln Croix-Rousse, Serin-Gillet, Le Gros Caillou
  • der 5. Arrondissement im Nordwesten mit den Quartieren Vieux Lyon, Fourvière, Saint-Just, Saint-Irénée, Le Point-du-Jour, Champvert, Mérival
  • der 6. Arrondissement im Nordosten, der aus den Stadtvierteln Les Brotteaux, Cité-Internationale, Vitton-Thiers, Bellecombe, Foch und Masséna besteht
  • der 7. Arrondissement im Südosten mit den Vierteln La Guillotière, Jean Macé und Gerland
  • der 8. Arrondissement ebenfalls im Südosten gelegen mit den Quartieren Le Bachut, Monplaisir Ville, La Plaine, Memoz Nord, Memoz Sud, Les Ètars-Unis, Transvaal, Laënnec, Le Grand Trou
  • der 9. Arrondissement im Nordwesten Lyons mit den Stadtvierteln Gorge de Loup, La Duchère, Saint Pierre de Vaise, Saint Rambert, L’Île Barbe, Vaise, Observance, Industrie, Champvert und Rochecardon

Begehrt sind besonders die Lagen im ersten, fünften und zweiten Arrondissement. Hier gibt es oftmals nur ein sehr geringes Angebot und wer schnell Wohnraum in Lyon sucht, sollte diese Gebiete eher ausschließen.


Steuern und Sozialabgaben beim Arbeiten in Lyon

Das französische Sozialversicherungssystems sorgt mit Beiträgen für den Krankheitsfall, Mutterschutz, Arbeitslosigkeit, Berufsunfähigkeit und Tod für soziale Sicherheit der Arbeitnehmer. Die Beiträge werden direkt vom Lohn oder Gehalt einbehalten. Der Arbeitnehmer zahlt einen höheren Beitragsanteil als der Arbeitgeber. Insgesamt muss ein Arbeitnehmer in Frankreich mit einer Belastung von etwa 20 Prozent des Bruttoeinkommens rechnen. Dazu kommt die Einkommensteuer, die in Frankreich nicht direkt einbehalten wird sondern im Rahmen einer Steuererklärung zu entrichten ist. Hier liegen die Beträge zwischen einem und drei Monatsgehältern.