Helsinki

Welche Branchen sind in Helsinki beliebt?

Mit mehr als 44.000 Mitarbeitern ist der Konzern Stora Enso größter Arbeitgeber im Raum Helsinki. Das Unternehmen der Forstwirtschaft ist einer der weltweit führenden Papier- und Verpackungsmittelhersteller. Darüber hinaus gibt es weitere große Unternehmen der Papierindustrie in Helsinki. Stahl- und Schiffbau spielen ebenfalls eine Rolle. Rund um die finnische Hauptstadt gibt es zudem zahlreiche Unternehmen aus der IT- und Softwarebranche. Bei der mobilen Kommunikation sind die Finnen weltweit führend, sie gelten als sehr aufgeschlossen gegenüber neuen Entwicklungen, ein Breitbandzugang gehört bereits seit 2010 zu den Grundrechten. In diesen Bereichen gibt es rund um Helsinki zahlreiche große Unternehmen wie SAP, IBM, Hewlett Packard und Lotus.


Arbeiten und wohnen in Helsinki

Die Geschichte Helsinkis geht zurück bis ins Jahr 1550 als die Stadt vom schwedischen König Gustav Vasa an der Mündung des Vantaanjoki gegründet wurde. Etwa 90 Jahre später verlegte man die Stadt ein wenig nach Süden auf eine Landzuge. Nachdem die Stadt zweimal von Russen besetzt wurde, bauten die Schweden die Seefestung Suomenlinna. Die riesige Baustelle sorgte für Wohlstand in der Region, es zog viele Händler und neue Einwohner in die Stadt. Im Jahr 1917 wurde Finnland schließlich unabhängig und Helsinki wurde Hauptstadt des jungen Staates.

Heute leben im gesamten Großraum rund um die Stadt mehr als 1,4 Millionen Menschen. Zusammen mit den Nachbarstädten Espoo, Kauiainen und Vantaa bildet Helsinki einen großen Ballungsraum. Helsinki selbst hat mehr als 600.000 Einwohner und gilt als kulturelles, wirtschaftliches und wissenschaftliches Zentrum des Landes. Rund sechs Prozent aller Einwohner hier sind Schweden. Offiziell gelten Schwedisch und Finnisch hier als Amtssprachen. Die Altstadt Helsinkis präsentiert sich mit historischen Bauten, während in den außerhalb gelegenen Gebieten vor allem Neubaugebiete dominieren. Interessant sind hier Straßenzüge oder Plätze, die eine einheitliche Bebauung zeigen und damit ein gesamtes Viertel bilden. In der Innenstadt gibt es mit dem Kaufhaus Stockmann das größte Kaufhaus Skandinaviens. Einkaufspassagen, verschieden Märkte und Markthallen runden das bunte Angebot ab.

Im direkten Stadtgebiet Finnlands wohnen die meisten Einwohner in mehrgeschossigen Häuser. In Randgebieten und benachbarten Gemeinden gibt es viele Einfamilienhäuser. Hier ist es üblich, Wohneigentum eher zu kaufen als zu mieten. Im Vergleich zu anderen Regionen Finnlands sind die Mieten in Helsinki recht hoch. Gerade für kleine Wohnungen werden häufig hohe Preise aufgerufen. Nach Angaben der Stadt sollen jährlich etwa 5.000 neue Wohnungen entstehen. Davon sollen ein Fünftel als subventionierte Mietwohnungen entstehen, 40 Prozent als Studentenwohnungen, die restlichen 40 Prozent werden als privat finanzierter Wohnraum entstehen. Eigenen angaben zufolge besitzt die Stadt mehr als 56.000 Mietwohnungen, die aufgrund der günstigen Konditionen sehr begehrt sind.


Steuern und Sozialabgaben bei der Arbeit in Helsinki

Man unterscheidet bei Steuern und Sozialabgaben nach der Dauer der Beschäftigung und dem Arbeitgeber in Finnland:

  • Arbeitgeber ist ein finnisches Unternehmen, Arbeitsdauer maximal sechs Monate
  • Arbeitgeber ist ein ausländisches Unternehmen
  • Arbeitnehmer arbeiten länger als sechs Monate in Finnland

Wer bis zu sechs Monaten bei einem finnischen Arbeitgeber beschäftigt ist, zahlt eine pauschale Steuer in Höhe von 35 Prozent, die der Arbeitgeber direkt vom Lohn abführt. Besteht keine Sozialversicherung in einem anderen Land, werden zudem Sozialabgaben einbehalten.

Wer für einen Zeitraum von maximal sechs Monaten für ein ausländisches Unternehmen in Finnland arbeiten, muss keine Steuern in Finnland entrichten.

Arbeitnehmer, die länger als sechs Monate in Finnland arbeiten, werden wie ein finnischer Arbeitnehmer behandelt. Nach der Anmeldung beim Einwohnermeldeamt erhalten die Auswanderer eine finnischer Personenkennziffer mit der sie eine Steuerkarte beim Finanzamt beantragen können. Diese muss beim Arbeitgeber vorgelegt werden, der dann die entsprechenden Steuern einbehält. Dabei handelt es sich um eine progressive Staatssteuer, die Kommunalsteuer und die Kirchensteuer. Die Kommunalsteuern legen Städte und Gemeinden selbst fest.

Nach Angaben des Portals EURES liegen die Einbehalte bei einem Einkommen von 3.206 Euro monatlich zwischen 26 und 30 Prozent. Darin sind auch Renten- und Arbeitslosenversicherung enthalten.