Finnland

Arbeiten in Finnland

Arbeiten Finnland - WinterFinnland ist Europas nördlichstes Land. Während die Regionen rund um die großen Städte Helsinki, Turku und Tampere recht dicht besiedelt sind, besticht der Rest des Landes mit endlosen Wäldern und einsamen Seen.

Die unglaublichen Weiten und die beeindruckenden Gegensätze, die die Republik zu bieten hat, machen das Leben hier interessant. Insgesamt leben rund 5,4 Millionen Menschen in dem sechstgrößten Land Europas. Etwa jeder sechste Finne lebt im Großraum Helsinki.

Finnland bietet einen hohen Lebensstandard. Nach Angaben der finnischen Botschaft verfügt das Land über ein ausgezeichnetes und preiswertes öffentliches Verkehrswesen. Zudem legt man Wert auf effizient geheizte Häuser und Wohnungen, was gerade in den langen und kalten Wintern ein wesentliches Kriterium ist. In den Haushalten gibt es innovative Technologien. Die Finnen gelten als eine sehr online-aktive Nation. Zwischen 16 und 54 Jahren sind nach Angaben des Statistik-Portals Statista nahezu 100 Prozent der Bevölkerung online, ab 55 Jahren nutzen immerhin 82 Prozent das Internet. Ein breites Kulturangebot, das mit vielfältigen Theatern und Museen überzeugt, bereichert den finnischen Alltag. Das Bildungsangebot in Finnland gilt als hervorragend, die Republik konnte bei den PISA-Studien der OECD wiederholt gut abschneiden.

Die meisten Finnen arbeiten im Dienstleistungssektor, zudem gibt es zahlreiche Arbeitsplätze in der Forstindustrie. Das Land erzielt rund die Hälfte der Exporterlöse aus dem Metall- und Maschinenbau sowie der Elektronikindustrie. Auf die holzverarbeitende Industrie entfallen 30 Prozent. In den nächsten Jahren werden sich auch im Gesundheitswesen deutliche Lücken ergeben. Insgesamt gibt es auf dem finnischen Arbeitsmarkt einen Mangel an Fachkräften. Besonders Berufserfahrung und entsprechende Qualifikationen sind gefragt.

Wer sich für ein Leben in Finnland entscheidet, sollte unbedingt die finnische Sprache lernen. Die meisten Finnen sprechen perfekt Englisch, dennoch ist das Beherrschen der Sprache eine wichtige Voraussetzung, um hier einen Job zu finden.


Möglichkeiten und Chancen

In den kommenden Jahren wird Finnland auf Arbeitskräfte aus dem Ausland zurückgreifen. Ratsam ist es, sich bereits vor dem Umzug um einen Arbeitsplatz zu bemühen. Wer eine gute Ausbildung vorweisen kann, hat auf dem finnischen Arbeitsmarkt gute Chancen. Nach Angaben der finnischen Botschaft kann jedoch nicht jeder Arbeitnehmer direkt mit einem unbefristeten Job rechnen. Häufig ergibt sich fas Beschäftigungsverhältnis erst nach der Annahme eines befristeten Jobs. Im Vergleich zu anderen skandinavischen Ländern liegt die Arbeitslosenquote in Finnland recht hoch. Gerade Jugendliche sind oftmals von Arbeitslosigkeit betroffen.


Arbeitsmöglichkeiten

Arbeiten Finnland - ITExpatriates werden von ihrem Unternehmen nach Finnland entsandt und müssen keinen Arbeitsplatz suchen. Andere Arbeitnehmer müssen sich auf dem freien Markt nach einem Job umsehen. Gefragt sind Fachkräfte aus den Bereichen

  • Maschinen- und Anlagenbau
  • IT- und Kommunikation
  • Umwelttechnik
  • Logistik
  • Medizin
  • Chemische Industrie

Insbesondere als Ingenieur, Facharbeiter oder Techniker haben Bewerber gute Chancen in Finnland. Wer in der Gastronomiebranche als Koch oder Restaurantfachkraft Erfahrungen vorweisen kann, findet in Finnland ebenfalls ein gutes Jobangebot.


Jobs

In dem nordischen Land werden Ärzte und Pflegepersonal gesucht. Es ist davon auszugehen, dass gerade im Gesundheitsbereich in den kommenden Jahren weitere Arbeitskräfte gesucht werden. Zudem sind Facharbeiter oder Ingenieure im Maschinen- und Anlagenbau sowie Schweißer gefragt. Auch erfahrene Kraft- oder Busfahrer können mit ihrer Qualifikation bei finnischen Unternehmen punkten. In Finnland gibt es zahlreiche IT-Unternehmen die Mitarbeiter für den Forschungs- und Entwicklungsbereich suchen. Akademiker, die einen Abschluss in Physik, Mathematik oder als Ingenieur vorweisen können, werden gern eingestellt.


Tipps/Checkliste

Eine sehr gute Anlaufstelle für Jobs im Ausland ist das Portal Eures Europäischen Kommission, das die berufliche Mobilität unterstützt. Auch die Bundesagentur für Arbeit informiert unter ba-auslandsvermittlung.de über Arbeiten in Finnland. Darüber hinaus gibt es verschiedene weitere Portale wie

auf denen Interessierte Jobs in Finnland finden. Wichtig ist dabei immer die Kenntnis der finnischen Sprache.

Arbeiten Finnland - JobsucheNachdem in Finnland ein Job gefunden wurde, geht es an die Wohnungssuche. Rund zwei Drittel aller Finnen leben im Wohneigentum, so dass das Angebot an Mietwohnungen in einigen Regionen recht begrenzt sein kann.

In Helsinki sind die Mieten in der Innenstadt deutlich höher als in Immobilien im restlichen Land.

Eventuell unterstützt der Arbeitgeber bei der Wohnungssuche, alternativ schalten Suchende einen Immobilienmakler ein.

Auf den Portalen etuovi.com oder oikotie.fi gibt es entsprechende Angebote. Es lohnt sich auch in der Sonntagsausgabe des Helsingin Sanomat nach einer Unterkunft zu suchen. Als Kaution werden üblicherweise zwei Monatsmieten fällig. Darüber hinaus erwarten Vermieter die Zahlung der ersten Monatsmiete im Voraus.


Arbeiten in Finnland – Auswandern

Bei einem Aufenthalt in Finnland ist ein gültiger Personalausweis oder eine Reisepass mitzuführen. Wer aus dem Schengen-Raum einreist, darf sich bis zu drei Monate in Finnland aufhalten. Danach muss eine Aufenthaltsgenehmigung beantragt werden. Die Beantragung ist bei jeder Polizeistelle möglich. Wer von außerhalb des Schengen-Raums einreist, muss ein Visum beantragen. Dauert der Aufenthalt länger als ein Jahr, ist eine Anmeldung beim Einwohnermeldeamt erforderlich.

Jeder, der seinen ständigen Wohnsitz in Finnland hat, ist über die staatliche Krankenversicherung Kansaneläkelaitos KELA abgesichert. Die Karte erhalten Versicherte im Sozialversicherungsbüro ihres Wohnortes. Die Krankenversicherungsbeiträge werden direkt vom Gehalt einbehalten.

Wer bereits vor seiner Auswanderung Finnisch lernen möchte, findet in Deutschland verschiedene Angebote. Direkt vor Ort gib es einige Kurse, bei denen nicht nur die Sprache, sondern auch die Kultur vermittelt werden. Besonders in den großen Städten gibt es vielfältige Möglichkeiten:

(Quelle: Botschaft von Finnland)

Bei bestimmten Berufen ist es erforderlich, eine finnische Anerkennung für die erworbene Qualifikation zu erhalten. Dafür kann unter der E-Mail-Adresse recognition@oph.fi ein entsprechendes Formular angefordert werden. Für die Anerkennung eines Abschlusses im Gesundheitswesen ist das Staatliche Rechtsschutzamt für Gesundheitswesen verantwortlich, das im Internet unter www.teo.fi zu erreichen ist.


Allgemeine Informationen zu Finnland

Arbeiten Finnland - HelsinkiIn Finnland, auf Finnisch Suomi, leben 5,4 Millionen Einwohner auf einer Fläche von mehr als 338.00 km². Damit ist die Republik mit 17 Einwohnern pro km² eines der am dünnsten besiedelten Länder Europas.

Amtssprachen sind Finnisch und Schwedisch, wobei Schwedisch von etwa 5,5 Prozent aller Finnen als Muttersprache gesprochen wird.
Seit dem 1. Januar 1995 ist Finnland Mitglied der Europäischen Union, der Euro wurde zum 1. Januar 1999 eingeführt.

Das Land ist unterteilt in verschiedene Provinzen:

  • Åland
  • Südfinnland
  • Ostfinnland
  • Westfinnland
  • Lappland
  • Oulu

Mehr als zwei Drittel der Finnen leben in Städten. Die Hauptstadt Helsinki hat 588.000 Einwohner, zusammen mit den benachbarten Städten Espoo und Vantaa bildet sie einen gemeinsamen Großraum mit knapp einer Million Einwohnern. Lappland ist der nördlichste Teil des Landes, der mit seiner Fläche über dem Polarkreis liegt. Rund 100 Kilometer vom finnischen Festland entfernt liegt die Inselgruppe Åland zwischen Finnland und Schweden. Die Einwohner auf den Inseln sind schwedischsprachig.

Insgesamt wird die Landschaft durch zahlreiche Seen geprägt. Besonders im Süden des Landes gibt es weitreichende Seenplatten. Bekannt ist der Saimaa-See mit einer Fläche von mehr als 1.40 km². Hier lebt mit der Ringelrobbe eine der meist bedrohten Tierarten der Welt. Im Norden des Landes liegt der Inarisee. Besonders reizvoll ist der Gegensatz zwischen dicht bewaldeten Gebieten und riesigen Seen.

Bekannt und beliebt ist Finnland als Wintersportland. Die bevorzugten Orte befinden sich in Lappland, hier liegt der Schnee bis in den Mai hinein, so dass perfekte Bedingungen zum Skifahren herrschen. Insbesondere Langläufer kommen in den unberührten Winterlandschaft auf ihre Kosten. Im Gegensatz zu anderen europäischen Skigebieten ist die Stimmung in den finnischen Orten sehr entspannt und deutlich weniger überfüllt.


Klima in Finnland

Arbeiten Finnland - KlimaFinnland liegt in der kaltgemäßigten Zone. Lange kalte Winter und warme Sommer prägen das Klima. Im Süden des Landes kann das Thermometer in den Sommermonaten durchaus einmal auf rund 30° Celsius klettern, im Winter wird es mit bis zu -20° Celsius jedoch empfindlich kalt. Im Schnitt liegen die Werte in der Hauptstadt Helsinki um 5,3° Celsius. Der Sommer ist im Norden Finnlands durch die Mitternachtssonne gekennzeichnet. An 73 Tagen gibt es hier keinen Sonnenuntergang. Dafür zeigt sich die Sonne in den Wintermonaten 51 Tage lang überhaupt nicht und hüllt alles in Dunkelheit.

Während der sogenannten „Weißen Nächte“, der Sommersonnenwende geht die Sonne auch in Südfinnland nicht unter. Zwischen Nord- und Südfinnland gibt es klimatische Unterschiede, in Richtung Norden wird es deutlich kälter. In Lappland liegen die Durchschnittstemperaturen gerade einmal bei -2° Celsius. Der Winter dauert in der Schärenregion im Süden des Landes rund 100 Tage, in Lappland etwa doppelt so lange. Eine dichte Schneedecke überzieht das Land zwischen Ende Oktober und Anfang Januar. Auch die zahlreichen Seen frieren zu und tauen erst im Mai oder sogar Juni wieder auf.


Welche Studienabschlüsse und Berufe sind in Finnland gesucht?

Nach Angaben von Germany Trade Invest gehören

  • die Umwelttechnik
  • die IT-Branche
  • die Medizintechnik
  • die Chemische Industrie
  • der Maschinen- und Anlagenbau

zu den Top-Branchen des Landes. In diesen Bereichen gibt es für

  • Ingenieure
  • Techniker
  • Facharbeiter

sehr gute Aussichten.

Die Nachfrage nach Akademikern in den angesagten Branchen ist in den Ballungsgebieten hoch. Viele Finnen entscheiden sich für eine Berufsausbildung, rund zwei Drittel wählen danach ein Studium. Die Anzahl der Studienabgänger reicht nicht aus, um die Nachfrage zu decken, so dass auch Ausländer eingestellt werden. Gerade bei den internationalen Konzernen werden ausländische Bewerber gern eingestellt, hier wird häufig Englisch gesprochen, dennoch ist die Kenntnis der finnischen Sprache für einen Arbeitsplatz in Finnland unverzichtbar. Auch in administrativen Bereichen und in der Serviceindustrie ist die Nachfrage nach Arbeitnehmern gestiegen.

Im Bereich der Elektronik sowie im Maschinenbau sind Arbeitnehmer mit einem akademischen Abschluss gesucht. Insbesondere jüngere Führungskräfte, die neben ihrem Hochschulabschluss bereits Berufserfahrung vorweisen können, werden gern eingestellt. Wer einen Bachelor- oder Masterabschluss als Ingenieur für Konstruktion, Entwicklung oder Vertrieb vorweisen kann oder als Computerfachmann überzeugt, hat gute Aussichten auf dem finnischen Arbeitsmarkt.


Arbeiten in Finnland – Was beachtet werden muss

Arbeiten Finnland - BewerbungWer sich für eine Arbeitsstelle in Finnland bewirbt, sollte die Bewerbung im Idealfall in finnischer Sprache verfassen. Alternativ ist auch eine Bewerbung auf Englisch möglich. Für den ersten Eindruck ist es natürlich besonders wichtig, dass die Unterlagen fehlerfrei sind. Viele Arbeitgeber nehmen Online-Bewerbungen über entsprechende Formulare entgegen.

Grundsätzlich sollte eine Bewerbung neben dem Anschreiben auch einen Lebenslauf enthalten. Scheint der Bewerber interessant, fordern die Unternehmen danach Schul- und Arbeitszeugnisse an.

Referenzen, wie sie in anderen Ländern Skandinaviens gern gesehen sind, sind in Finnland eher unüblich. Auf der Seite www.infopankii.fi erhalten Interessierte Informationen und Tipps, wie Bewerbungen in Finnland gestaltet werden sollten. Auf Deutsch stehen die Informationen nicht bereit, es ist jedoch möglich, die Webseite in Englisch aufzurufen.

Bei einem Umzug nach Finnland können persönliche Gegenstände und Möbel problemlos eingeführt werden. Wer sein Auto mit nach Finnland nehmen möchte, sollte beachten dass

  • der Einreisende vor der Einreise ununterbrochen außerhalb Finnlands gelebt haben muss
  • der Einreisende seit mindestens sechs Monaten Eigentümer des Autos sein muss
  • das Auto spätestens 30 Tage nach der Einfuhr registriert werden muss, davor ist eine Inspektion erforderlich

Auch das Haustier kann problemlos mit nach Finnland umziehen. Bei Hunden oder Katzen müssen EU-Pass und Impfpass vorgelegt werden.

Dauert der Aufenthalt länger als drei Monate, müssen sich Einreisende bei der Polizeidienststelle melden und eine Aufenthaltsbewilligung beantragen. Dabei sollte neben einem Personalausweis auch ein Arbeitsvertrag oder Beschäftigungsnachweis vorgelegt werden. Wer noch keine Beschäftigung nachweisen kann, muss eine ausreichende Kranken- und Unfallversicherung vorlegen und belegen, dass er über ausreichende finanzielle Mittel verfügt und nicht auf Sozialhilfe angewiesen ist. Wer sich bei der Polizei gemeldet hat, muss danach beim Einwohnermeldeamt eine Sozialversicherungsnummer beantragen. Dabei ist die Aufenthaltsbewilligung vorzulegen.

Ausländer, die seit mindestens fünf Jahren in Finnland ihren festen Wohnsitz haben, können die finnische Staatsangehörigkeit beantragen.

In Finnland werden zahlreiche Dinge online erledigt, ein Internetanschluss ist daher unverzichtbar. Viele Bibliotheken bieten die Möglichkeit, nach Vorlage eines Bibliotheksausweises kostenlos zu surfen. Ratsam ist zudem der Abschluss eines Handyvertrages bei einem finnischen Anbieter. Einen Festnetzanschluss haben Finnen in der Regel nicht. Wer noch keine Sozialversicherungsnummer oder keinen festen Wohnsitz hat, entscheidet sich zunächst für ein Prepaid-Angebot.


Soziale Absicherung beim Arbeiten in Finnland

Arbeiten Finnland - ArztFinnland bietet im Rahmen der sozialen Sicherheit

Bei angestellten Arbeitnehmern werden Steuern direkt vom Gehalt einbehalten. Dabei liegen die Steuersätze bei bis zu 31 Prozent. Zusätzlich dazu sind lokale Steuern zu entrichten, die zwischen 16,25 und 22 Prozent liegen.

Wer für einen Zeitrum von weniger als sechs Monaten bei einem finnischen Unternehmen beschäftigt ist, zahlt einen Steuersatz von 35 Prozent. Bei einem längeren Aufenthalt muss dem Arbeitgeber die Steuerkarte übergeben werden, die das Finanzamt nach Vorlage der Sozialversicherungsnummer ausstellt. Der Schulbesuch in Finnland ist grundsätzlich kostenlos, eine Schulpflicht besteht zwischen sieben und 16 Jahren. Kindergärten sind kostenpflichtig, während die Vorschule zu den kostenfreien Angeboten zählt. Jedes Kind hat Anspruch auf einen Kindergartenplatz. Eltern sind verpflichtet, ihr Kind zu einem Schulbesuch anzumelden. In Helsinki gibt es eine deutsche Schule. Nach der neunten Klasse gibt es die Option, ein Gymnasium oder eine Berufsschule zu besuchen.

Ist ein Arbeitnehmer krank, wird der Lohn in Finnland für neun Tage weitergezahlt, danach greift die öffentliche Absicherung. Für 45 Tage erhält der Arbeitnehmer eine voll Weiterzahlung seiner Bezüge.


Gesundheitliche Absicherung beim Arbeiten in Finnland

Wer einen ständigen Wohnsitz in Finnland besitzt, ist über die staatliche Krankenversicherung KELA abgesichert. Bei Vorlage der Versicherungskarte können Leistungen der Gesundheitszentren in Anspruch genommen werden. Diese Leistungen können auch unter Vorlage der Europäischen Versicherungskarte beansprucht werden. Für die ersten drei Termin in einem Kalenderjahr wird eine Gebühr von jeweils 10 Euro berechnet. Das genaue Leistungsangebot der Gesundheitszentren ist von der Gemeinde abhängig. In großen Städten und dichtbesiedelten Regionen gibt es in der Regel ein sehr gutes Angebot, während in ländlichen Gebieten lediglich eine Basisabsicherung bereitsteht. Für privatärztliche Behandlungen werden die Kosten nicht in voller Höhe erstattet. Zudem erhalten nur Patienten, die nach 1955 geboren wurden, Kosten für Zahnbehandlungen von der Versicherung. Brillen muss jeder Patient allein zahlen.


Rechtliche Absicherung beim Arbeiten in Finnland

Bei einer Auswanderung nach Finnland sollte die Option einer Rechtsschutzversicherung, die international gültig ist, überprüft werden.


Leben und arbeiten in Finnland

Die unberührte Natur und die herrliche Landschaft machen das Leben in Finnland attraktiv. Die Finnen sind in der Regel zunächst eher zurückhaltend, wer hier leben will, muss auf das Wesen der Menschen vorbereitet sein. Oftmals wirken die Finnen anfangs etwas distanziert, was aber nicht heißt, dass sie Neuankömmlinge nicht herzlich willkommen heißen.

Bekannt ist Finnland natürlich für seine Sauna-Tradition. Besonders an den langen und kalten Wintertagen ist der Besuch der Sauna einfach unvergleichlich angenehm. Die Sauna blickt auf eine lange Geschichte zurück und es ist noch immer üblich, erfolgreiche Geschäftsabschlüsse mit einem gemeinsamen Saunagang abzuschließen.

Eine Besonderheit in der finnischen Kultur ist das sogenannte „Jedermannrecht“. Demnach darf sich jeder

  • zu Fuß, auf dem Rad, mit dem Pferd oder auf Skiern in der Natur bewegen. Hofbereiche und Felder oder Wiesen, die Schaden nehmen könnten, dürfen nicht betreten werden.
  • dort aufhalten und zelten, wo das Betreten erlaubt ist. Abstand zu Wohnbereichen ist einzuhalten.
  • in der Natur Blumen pflücken oder Beeren und Pilze sammeln
  • in Gewässern schwimmen

Natürlich gilt es auch einige Verbote einzuhalten, so dürfen/darf

  • andere nicht gestört oder ihnen Schaden zugefügt werden.
  • Vögel, Rentiere oder Wild nicht gestört werden.
  • die Umwelt nicht verschmutzt werden
  • nicht ohne Erlaubnis gefischt und gejagt werden
  • kein Feier ohne zwingenden Bedarf auf fremden Boden entzündet werden

Das Recht, sich frei in der Natur zu bewegen macht einen besonderen Teil der finnischen Kultur aus. Die Rechte gelten nicht nur für Finnen, sondern auch für Ausländer, die sich um Land bewegen. Wichtig ist immer die Rücksichtnahme auf andere Menschen und auf die Natur.