Arbeiten in Xi’an

Xi’an – Hauptstadt der chinesischen Provinz Shaanxi

Xi’an ist eine der 15 Unterprovinzstädte der Volksrepublik China. Damit ist Xi’an nicht nur eine bezirksfreie Stadt, sondern verfügt über den Sonderstatus einer Unterprovinzstadt auch über wesentlich mehr Rechte, Verantwortlichkeiten und Kompetenzen als andere bezirksfreie Städte, besonders in den Bereichen Ökonomie und Justiz.

Xi’an war über 13 Dynastien die erste Hauptstadt des chinesischen Kaiserreiches. Als Teil der Seidenstraße war die Stadt schon früh Ort des Handels und stand im geistigen Austausch Zentralasien und Europa. Weltweit bekannt ist die Stadt heute aufgrund eines der bedeutendsten archäologischen Funde des 20. Jahrhunderts – der Terrakotta-Armee. Weitere Sehenswürdigkeiten in Xi’an sind unter anderem:

  • die größte noch erhaltene Stadtmauer Chinas
  • die große Wildganspagode, in der Mönch Xuangzang buddhistische Schriften von seiner Indienreise übersetzte
  • eine der größten Moscheen Chinas, dessen Gebäude an den chinesischen Baustil angepasst wurde
  • die Nestorianische Stele im Stelenwald, die zu den ältesten Zeugnissen der christlichen Mission in China gehört
  • die Pyramiden von China, Grabstätten aus der Zeit des ersten Kaisers von China
  • die jungsteinzeitliche Siedlung Banpo

Neben dem Tourismus hat Xi’an auch wirtschaftlich einiges zu bieten:

  • die Xi’an Economic and Technological Development Zone
  • die Xi’an Hi-tech Industries Development Zone
  • die Xi’an Aerospace Science und Technology Industrial Base

Arbeiten in Xi’an – Regularien und Gepflogenheiten

Wer in Xi’an arbeiten will, hat zwei Möglichkeiten. Deutsche oder auch internationale Unternehmen wie zum Beispiel Fujitsu und Siemens haben zum Teil in China Niederlassungen und können ihre Mitarbeiter dahin entsenden. Dann entspricht das Einkommen in China meist den westlichen Gehältern, oftmals gibt es sogar einen Auslandsaufschlag.

Eine andere Möglichkeit wäre, selbst nach einer Stelle zu suchen, zum Beispiel über das Internet oder persönliche Kontakte. Häufig wird dann jedoch nur ein Gehalt nach chinesischen Maßstäben gezahlt, das zwar zum Leben in China ausreicht, aber eben keinen größeren Luxus erlaubt. Zu den chinesischen Gepflogenheiten im Geschäftsleben gehören auch Strategien, die den zukünftigen Mitarbeiter entweder moralisch unter Druck setzen sollen, ein bestimmtes Angebot anzunehmen, oder – wenn dies nicht gelingt – die Höhe des Gehaltes so niedrig wie möglich zu halten. Hier heißt es, standhaft bleiben und einen kühlen Kopf behalten. Immerhin hat es ja auch seine Gründe, warum der Arbeitgeber einen ausländischen Arbeitnehmer einstellen will (Kenntnisse des westlichen Marktes und anderer Sprachen oder besondere Fähigkeiten).

Hat man einen potentiellen Arbeitgeber in China gefunden, gilt es, die Einreise zu organisieren. Bei den Visa-Angelegenheiten sollte der neue Arbeitgeber helfen und entsprechend nötige Unterlagen und Dokumente bereitstellen. Gibt es hierbei Schwierigkeiten, könnte es sich um ein unseriöses Angebot handeln und einen Reinfall vorhersagen.

Denn nur, weil eine Vereinbarung getroffen wurde, heißt das noch nicht, dass diese auch 1:1 gehalten wird. Dies hat nicht immer mit bewusster Böswilligkeit zu tun, sondern mit Mentalitätsunterschieden. Eine Vereinbarung bedeutet in China häufig nur, dass das Vereinbarte möglich ist – in Abhängigkeit von den tatsächlichen Gegebenheiten und Kosten natürlich.

Wer jedoch erfolgreich eine neue Stelle in Xi’an gefunden hat, benötigt für die Einreise in die Volksrepublik China ein Visum und dafür folgende Unterlagen:

  • mindestens noch sechs Monate gültigen Reisepass
  • Antragsformular mit Lichtbild (über die Botschaft der Volksrepublik China erhältlich)
  • Gesundheitszeugnis mit negativem Aids-Test
  • die alien employment licence des Ministeriums für Arbeit und Soziale Sicherheit (vom Arbeitgeber beantragt)
  • offizielle Einladung (vom Arbeitgeber sowie auch vom zuständigen Ministerium oder der Provinzregierung)
  • Visagebühr

Informationsquellen

Als Anlaufpunkte für eine Arbeit in Xi’an oder auch zu offenen Fragen bzgl. eines entsprechenden Visums können folgende Institutionen dienen:

  • Job China
  • Foreigner CN
  • AHK – Delegation of German Industry and Commerce
  • Konsularabteilung der chinesischen Botschaft in Berlin
  • Botschaft der Volksrepublik China in Berlin
  • Chinesisches Generalkonsulat in Hamburg, München oder Frankfurt/Main
  • Visa for China – Chinese Visa Application Service Center