Leben und Arbeiten in Hongkong

Ein beruflicher Aufenthalt im Ausland gehört zu den Erfahrungen, mit denen sich der eigenen Kariere ein ordentlicher Schub verpassen lässt. Wer sich zum Arbeiten in Hongkong oder in jedem anderen Teil der Welt entscheidet, erwirbt interkulturelle Kompetenzen, verbessert seine Sprachkenntnisse und sammelt jede Menge neue Erfahrungen und Fähigkeiten. Das wissen auch Arbeitgeber in einer zunehmend globalisierten Geschäftswelt immer mehr zu schätzen und zu honorieren.

Eine besondere Rolle unter den vielen verschiedenen Möglichkeiten, um im Ausland zu arbeiten, nimmt Hongkong ein. Das hat nicht zuletzt natürlich historische Gründe. Als ehemals britische Kronkolonie und heute wieder zu China gehörende Metropole vereinigt sie westliche und asiatische Kulturen.

Wer Erfahrungen in Asien sammeln möchte, hat es in Hongkong vergleichsweise leicht. Ganz einfach deshalb, weil in der Stadt neben Chinesisch auch Englisch offizielle Amtssprache ist. Die oft doch sehr hohe Sprachbarriere, wie sie in anderen Teilen Chinas existiert, gilt in Hongkong damit nicht in dem gleichen Maße.


Geografische Lage und Gliederung der Stadt

Als Folge des Opiumkrieges pachtete Großbritannien Hongkong 1898 für 99 Jahre von China. 1997 fiel die Metropole damit rechtmäßig wieder an China zurück. Innerhalb der Volksrepublik Chinas nimmt Hongkong eine wichtige Rolle als eine von zwei Sonderverwaltungszonen ein. In Folge der historischen Entwicklungen hat die Metropole in China eine besondere Autonomie inne. Sowohl wirtschaftlich als auch politisch. Wegen dieser besonderen Position in der Volksrepublik zog und zieht es neben zahlreichen Europäern immer auch viel Chinesen nach Hongkong.

An der südlichen Küste Chinas, direkt an der Mündung des Perlflusses gelegen, umfasst die Sonderverwaltungszone Hongkong der Volksrepublik China eine Halbinsel sowie zahlreiche kleinere und größere Inseln. Das Territorium umfasst 1104 Quadratkilometer Landfläche, die sich in drei Bereiche gliedert, die sich wiederum in insgesamt 18 Distrikte untergliedern:

  1. Hongkong Island:
    • Central and Western
    • Eastern
    • Southern
    • Wan Chai
  2. Kowloon:
    • Kowloon City
    • Kwun Tong
    • Sham Shui Po
    • Wong Tai Sin
    • Yau Tsim Mong
  3. New Territories:
    • Islands
    • Kwai Tsing
    • North
    • Sai Kung
    • Sha Tin
    • Tai Po
    • Tsuen Wan
    • Tuen Mun
    • Yuen Long

Leben in Hongkong

Die Wohngebiete Hongkongs liegen vor allem in den Distrikten der New Territories, die die nördliche Hälfte des Festlandes und die größte Insel Lantau Island umfassen. Aufgrund der geografischen Beschaffenheit des Gebietes ist nur ein kleiner Teil des Stadtgebietes besiedelt. Bei einer Bevölkerungszahl von rund 7 Millionen Menschen ergibt dies eine Bevölkerungsdichte von 6429 Einwohnern je Quadratkilometer. Dies ist die weltweit zweithöchste Bevölkerungsdichte.

Wie in den meisten Regionen mit einer hohen Bevölkerungsdichte, sind auch in Hongkong die Lebenshaltungskosten sehr hoch. Sie gelten weltweit als am höchsten.

Das Klima der Stadt ist in hohem Maße subtropisch geprägt. Das heißt, die Temperaturen sind das ganze Jahr über bei einer häufig sehr hohen Luftfeuchtigkeit relativ hoch. Die Jahresdurchschnittstemperatur liegt bei 22,5 °C. Die Temperaturen schwanken dabei zwischen 14 Grad im Winter und bis zu 31 Grad im Sommer.


Wirtschaft in Hongkong

In Hongkong spielte bis in die 80er Jahre des vergangenen Jahrhunderts die Industrie eine wichtige Rolle. Die meisten Unternehmen sind inzwischen jedoch zu großen Teilen in andere Teile Chinas abgewandert. Heute macht die Industrie in Hongkong noch etwa 15% des Bruttoinlandsprodukts aus und ist maßgeblich durch die Hightech-Produktion geprägt.

Eine deutlich wichtigere Rolle spielen in Hongkong jedoch der Handel und der Dienstleistungssektor. Die Stadt galt lange als der wichtigste Umschlagplatz für chinesische Produkte und ist eines der wichtigsten Finanzzentren Asiens. Das Bankenwesen gilt weltweit als äußerst solide und streng überwacht.


Arbeiten in Hongkong

Wer zum Arbeiten nach Hongkong kommt, kann unter anderem davon profitieren, dass Englisch neben Chinesisch offizielle Amtssprache ist, was die Verständigung deutlich vereinfacht. Neben den extrem hohen Lebenshaltungskosten sollte insbesondere auf einen angemessenen Versicherungsschutz geachtet werden. Aufgrund der äußerst liberalen Gesetzgebung gibt es keinerlei soziale Absicherung. Betroffene sollten daher vor einem Arbeitsaufenthalt in Hongkong genau klären, über welchen Versicherungsschutz im Ausland sie verfügen und welchen zusätzlichen Versicherungsschutz sie benötigen.